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18.07.2020, 15:27 Uhr
Chance für mehr Lärmschutz an der A 623
Saarbrücker Zeitung von Patric Cordier
 Chance für mehr Lärmschutz an der A 623
Sulzbach Bürgermeister zuversichtlich: Millioneninvestition in Sulzbach scheint in greifbarer Nähe zu sein
„Man sagt ja, man gewöhnt sich an alles. Daran nicht“, sagt ein Anwohner der Richard-Wagner-Straße in Sulzbach und meint damit den Verkehrslärm der nahen Autobahn 623. „Das ist manchmal wie auf einer Landebahn“, ergänzt ein Nachbar, eine Frau meint: „Am schlimmsten sind die Motorräder, wenn sie mit über 150 hier vorbeifliegen.“
 
Die Klagen der Anlieger sind so alt wie das Wohngebiet selbst. Schon vor über 30 Jahren gab es die ersten Beschwerden. „Es gab dann immer die Diskussion, ob die Bebauung an die Autobahn herangerückt ist, oder ob der Verkehr wirklich zugenommen hat“, erklärt Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam auf einer Veranstaltung der CDU-Reihe „Bürgerdialog“ am vergangenen Freitag, zu der über 60 Anwohnerinnen und Anwohner gekommen waren.
 
Mit dem Übergang des Landesbetriebs für das Straßenwesen (LfS) zur Bundesautobahn GmbH im Junuar 2021 scheint es nun Licht am Ende des Tunnels zu geben – für die lärmgeplagten Anwohner nicht nur im Wohngebiet am Fuße des Sulzbacher Wasserturms, sondern wohl auch für die Nachbarn in Hühnerfeld. „Die Regeln werden 2021 nochmals verschärft, aber schon die jüngsten Berechnungen des LfS für die Strecke zwischen der Anschlussstelle Fischbach und dem Autobahndreieck Friedrichsthal zeigen eine deutliche Überschreitung der Grenzwerte“, sagt Jochen Wagner von der CDU-Stadtratsfraktion, „daher ist eine Verbesserung des Lärmschutzes unumgänglich“.
 
Die Autobahn 623 war auch Thema in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses des Sulzbacher Stadtrats. „Man hat uns konkrete Zahlen präsentiert, was dafür spricht, dass endlich etwas passiert“, sagt CDU-Mitglied und Anwohnerin Anita Sonntag, „2,6 Millionen Euro soll in eine Verbesserung des Lärmschutzes fließen. So nah dran waren wir noch nie.“
 
Bürgermeister Michael Adam warnt allerdings vor zu viel Euphorie: „Es gibt noch keine Zusage. Dennoch darf man die Aussagen des LfS als Durchbruch ansehen.“ Neben einem Lämschutzwall in Sulzbach steht auch eine Sanierung der Lärmschutzwände im Bereich Hühnerfeld auf der Agenda. „Sie sind nicht mehr zeitgemäß“, sagt Adam.
 
Neue Lärmschutzwände im Sulzbacher Stadtteil Altenwald wird es allerdings wohl nicht geben. Sie würden zwar den Schall der Autobahn mindern, dafür aber den Lärm der ebenfalls viel befahrenen Landstraße verstärken.
Von der aktuellen Situation bis zur Umsetzung könnten laut Verwaltungschef allerdings noch fünf Jahre vergehen.
 
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