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09.02.2020, 16:45 Uhr
Feuerwehren und THW rüsten sich für Sturm – Innenminister rät: Bleiben Sie zu Hause
Bericht Saarbrücker Zeitung Daniel Kirch
Saarbrücken Sturm, Starkregen und Gewitter: Den Einsatzkräften im Saarland steht wegen Orkantief „Sabine“ eine arbeitsreiche Nacht bevor. Beim THW heißt es: „Wir müssen mit allem rechnen.“ Der Innenminister rät den Saarländern, am besten zu Hause zu bleiben.           
 
Die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk (THW) im Saarland stellen sich wegen des vorhergesagten Unwetters auf eine arbeitsreiche Nachtschicht ein und haben ihre Helfer in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Wichtige Gerätschaften wie Kettensägen wurden vielerorts zur Sicherheit noch einmal überprüft und in den Gerätehäusern auch die Verpflegung für einen langen Einsatz in der Nacht vorbereitet.
 
Innenminister Klaus Bouillon (CDU) appellierte an die Saarländer, sich so wenig wie möglich im Freien oder an ungeschützten Orten aufzuhalten. „Bleiben Sie am besten zu Hause.“ Wer sich doch im Freien bewege, solle Wälder und die Nähe zu Bäumen meiden, diese könnten umstürzen.Auch herabfallende Äste und Dachziegel könnten lebensgefährlich sein, so Bouillon. Zudem sollten Bürger am besten ihre Rollläden schließen und lose Gerätschaften im Garten sichern.
 
    
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Die Feuerwehren stellen sich darauf ein, dass sie kommunale Lagezentren einrichten werden, wie der Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes, Christopher Benkert, der SZ sagte. Zwar ist die Alarmierung der Feuerwehren im Saarland grundsätzlich Aufgabe der Integrierten Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg und der Haupteinsatzzentrale der Saarbrücker Berufsfeuerwehr. Allerdings, so Benkert, könne bei einem Unwetter auch die leistungsfähigste Leitstelle die Vielzahl an Notrufen nicht mehr bewältigen. Daher werden in solchen Fällen Notrufe in den Leitstellen zwar erfasst, dann aber an die kommunalen Lagezentren weitergegeben, die entscheiden, wie dringlich ein Notruf ist. Ein umgestürzter Baum am Ende einer Sackgasse sei zum Beispiel etwas völlig anderes als ein Baum auf einer Hauptverkehrsstraße oder auf der Zufahrt zu einem Krankenhaus, sagte Benkert.h das Technische Hilfswerk hat seine Helfer in allen 24 Ortsverbänden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, um beispielsweise Feuerwehr, Polizei oder Deutsche Bahn unterstützen zu können. Das THW könne in unterschiedlichen Situationen helfen, sagte der Leiter des THW-Media-Teams Saarland, Markus Tröster. Beispiele sind: Beseitigung von Windbruch, Sicherung von Schäden an Gebäuden und Bauwerken, Ortung, Rettung und Bergung, Infrastruktur-Maßnahmen wie das Schaffen von Zuwegungen, Sicherung von Verkehrswegen, Transportaufgaben und Verpflegung. „Bei dieser langanhaltenden und vermutlich sehr intensiven Sturmlage müssen wir mit allem rechnen und unter Umständen einen langen Atem haben“, sagte Tröster. „Dafür sind wir gerüstet.“
 
Das Saarland gerät nach einer Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in der Nacht zu Montag in das Sturmfeld des Orkantiefs „Sabine“, das von Schottland zur norwegischen Küste zieht. In der Nacht greife der zugehörige Ausläufer mit Orkanböen, Gewittern und Starkregen auf die Region über. Bereits zum Abend soll es schwere Sturmböen (um 95 km/h) geben, das Windmaximum mit möglichen Orkanböen (über 120 km/h) wird laut Wetterdienst in der zweiten Hälfte der Nacht zum Montag erwartet. Die Meteorologen erwarten in der Nacht neben kräftigem, schauerartigem Regen auch einzelne heftige Gewitter mit vorübergehendem Starkregen (um 20 Liter pro Quadratmeter). Am Montag lasse der Wind nach, es bleibe aber bis in den Mittwoch stürmisch.
 
 
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