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21.06.2019, 16:32 Uhr
Alle Facetten des Amateurtheaters --- Sechs Gruppen auf der Sulzbacher Bühne
Bericht Saarbrücker Zeitung von Stefan Bolander
Sulzbach:  Spielabend: "Theater um 6" im Salzbrunnenhaus Sulzbach 
Brigitte Thul (stehend) bei den Proben der Ü50-Gruppe mit Brigitte Schwarz (links) und Renate Schulien (rechts). 
Sulzbach „Theater um 6“ heißt es an diesem Samstag im Sulzbacher Salzbrunnenhaus. Gezeigt werden dann unter anderem kurzweilige Szenen, Einakter, Auschnitte aus neuen Produktionen und mehr.
Von Stefan Bohlander
Diese Zahl hat an diesem Abend eine dreifache Bedeutung: die 6. Sechs Gruppen zeigen am Samstag, 22. Juni, 18 Uhr (abends um 6), wieder Proben ihres Könnens – und das im sechsten Monat des Jahres. „Theater um 6“ heißt der Spielabend, der von Brigitte Thul im Sulzbacher Salzbrunnenhaus organisiert wird. Sie ist seit 33 Jahren Vorsitzende des Bezirks Süd im Verband saarländischer Amateurtheater. „Alle sechs Gruppen kommen aus meinem Bezirk“, sagt sie stolz.
 
Auch im 31. Jahr des Spektakels bringt sie ein abwechslungsreiches Programm mit Amateuren aus allen Altersklassen auf die Bühne – von Kindern bis zu Senioren. Sie verspricht unterhaltsame Stunden mit kurzweiligen Szenen, Einaktern, Ausschnitten aus neuen Produktionen und viele Musikstücke. Dabei steht sie selbst direkt zu Beginn im Fokus – zumindest indirekt. Denn sie leitet die Ü50-Theatergruppe der VHS Sulzbach, die das Programm mit zwei „Sketschen“ in Mundart eröffnet.
 
Das Homburger Amateurtheater geht danach der Frage nach, was ein Zirkus, Heinz Erhardt und Jedermann gemein haben. Ihr Stück „Tod, aber lustig“, in eigener Bearbeitung, präsentiert Makaberes, Lustiges und Skurriles. Es ist noch gar nicht so lange her, da standen die Akteure des Dudweiler-Statt-Theaters im heimischen Bürgerhaus auf der Bühne. Nun zeigen sie Ausschnitte aus der Komödie „Wir sind die Neuen“ nach Ralf Westhoff in Sulzbach. Die Theater-Gruppe „Thunis“ der Saar-Uni zeigt Ausschnitte aus dem Musical „Giving off The Spoon“ – und das noch vor der eigentlichen Premiere im November.                  
 Ebenfalls eine Premiere feiert die vor wenigen Monaten gegründete Musik- und Schaubühnen-Gruppe „einzig.Art.ich“. Das junge Ensemble hat das Stück „Café Ohje“ von Lisa Gier und Jannik Rosinus im Gepäck. Sozusagen Stammgäste bei der „außergewöhnlichen Bezirksspielbegegnung“, wie es Brigitte Thul ausdrückt, sind Edith und Klaus-Peter Steffe. Mit ihrem Marionettentheater „Kleine Leute“ sind sie am Puls der Zeit: Sie zeigen das Stück „Bio“.
 
Musikalisch umrahmt wird der Abend von Klavier-Kabarettist Lukas Philippi. Dieser reißt sein Publikum unter anderem mit Interpretationen von sarkastischen Liedern des hintersinnigen Feingeistes Bodo Wartke mit. Die Gesamtleitung liegt wie immer in den Händen von Brigitte Thul. Sie betont: „Es ist ein sehr abwechslungsreiches Programm, das alle Facetten des Amateurtheaters widerspiegelt. Da ist für jeden etwas dabei.“ Der Eintritt ist frei.
 
 
 
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