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28.01.2019, 19:56 Uhr
Wenige Minuten sind entscheidend /// Feuerwehr geht gegen Falschparker vor
Sulzbach: Die Feuerwehr kommt  wegen eines Falschparkers kaum um die Kurve, um von der Straße Am Bahndamm in die Bismarckstraße abzubiegen.  
Trotz Parkverbots: In den engen Straßen Sulzbachs behindern Parksünder viele Einsätze des Löschbezirks.
Bei Rettungseinsätzen sind manchmal wenige Minuten entscheidend. Minuten, die der Freiwilligen Feuerwehr Sulzbach Stadtmitte im Bereich der Lothringer Straße oft verloren gehen. „Die Kurvenbereiche in den Straßen Lothringer Straße, Bismarckstraße, Wilhelmstraße, Am Bahndamm, Gutenbergstraße, Friedrich- und Musikantenstraße sind besonders ab dem frühen Abend dermaßen zugeparkt, dass wir mit unserer großen Drehleiter kaum durchkommen. Trotz Parkverbotszeichen“, erklärt Wehrführer Richard Plein. Dann müsse rangiert, gelenkt, eingewunken und zur Not ein Umweg genommen werden.
Am 17. Januar wurden die Einsatzkräfte zur Unterstützung des DRK in der Wilhelmstraße gerufen. Die Drehleiter wurde benötigt, um eine Person zu retten. Doch der schnellste Weg war versperrt. „Dabei gingen locker drei bis vier Minuten drauf“, sagt Plein. In diesem Fall konnte zum Glück mit der Notärztin vor Ort geklärt werden, dass der Patient stabil und eine Zeitverzögerung nicht lebensbedrohlich war. „Das ist aber nicht immer so. Bei Herzpatienten ist das ganz anders.“ Oder bei Bränden. „Ab der achten bis zehnten Minute beginnt die kritische Rauchphase. Ab der elften Minute wird es sehr kritisch, wenn Menschen noch im Gebäude eingeschlossen sind und Rauchgas einatmen. Und ab der fünfzehnten Minute kann die Person meist schon nicht mehr gerettet werden“, erklärt Plein.
„Wir haben zwar Wasserversorgung durch unsere anderen Einsatzfahrzeuge. Aber das bringt leider wenig, wenn das Feuer vom Dach aus bekämpft oder eine Person aus den oberen Stockwerken gerettet werden muss. Dann brauchen wir die Drehleiter zwingend.“ Und wenn die nicht durchkommt oder gar an der Parksituation scheitert und komplett stecken bleibt? „Dann müssen wir die Polizei informieren, damit die beginnt, die parkenden Autos abschleppen zu lassen. Die Drehleiter aus Friedrichsthal oder Quierschied muss nachalarmiert werden. Aber diese Zeitverzögerung wäre katastrophal.“ Zum Glück habe es einen solchen Fall bisher noch nicht gegeben.
Seit Jahren machen die Feuerwehrleute mehrmals im Jahr Rundfahrten durch Sulzbach und versuchen die Anwohner zu informieren. „Wir treffen da aber auf viel Unverständnis. Die Leute werden sogar frech zu uns“, sagt Richard Plein nicht ohne Ärger. Jetzt haben die Rettungskräfte genug. Am vergangenen Donnerstagabend gab es Testfahrten. Gemeinsam mit Polizei und Ordnungsamt gab es Protokolle. „An zwei Stellen wurden auch schon Poller beziehungsweise Markierungen angebracht. Aber das interessiert die Leute leider doch wenig.“
 
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