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15.11.2018, 15:24 Uhr
Integration wird gefördert
Bericht Wochenspiegel
Syrischer Karate-Großmeister trainiert wieder beim TV Altenwald-Schnappach
Der TV Altenwald-Schnappach sucht dringend Karate-Schülerinnen und Schüler. Mit dem bekannten syrischen Großmeister Ahmad ­Yousef Alkhatba hat der Verein einen bekannten Trainer in seinen Reihen. 
 
SULZBACH Nach einem halben Jahr in einem Karate-Trainingszentrum bei Frankfurt ist Ahmad Yousef Alkhatba wieder zurück in Sulzbach.  
Der Großmeister des 6. Dan, Träger des schwarzen Gürtels und ehemalige syrische ­Nationaltrainer freut sich jetzt darauf, neue Schüler zu trainieren. 
Montags um 20 Uhr im Sportzentrum bietet er Karate für Erwachsene an. Ab November jeden Mittwoch um 20 Uhr im Turnerheim in Altenwald.
 
Dienstags ab 17 Uhr trainiert er Kinder in der neuen Turnhalle der Mellinschule, ebenfalls freitags ab 15 Uhr im Sportzentrum.  
„Ich hoffe, dass vor allem deutsche Schüler zu mir ins Training kommen. Damit Deutsche und Flüchtlinge sich besser kennenlernen.“  
Ahmad Alkhatba freut sich besonders auf das Training mit Kindern. „Sie sind unsere Zukunft. Sind neugierig und lernen schnell. Vor allem für Flüchtlingskinder ist Karate ein guter Sport, um schreckliche Erlebnisse zu verarbeiten.“ Das sieht der Turnverein Altenwald-Schnappach genauso und leistet mit der neu geschaffenen Abteilung einen Beitrag zur Integration.
 
Turnwartin Karin Leidinger hofft dabei auf Unterstützung des Landessportverbandes. „Hoffentlich wird den Verantwortlichen bewusst, welches Juwel wir hier im Saarland haben. Großmeister des 6. Dan sind selten und noch seltener sind ehemalige Nationaltrainer. Der LSVS sollte uns und Ahmad Yousef Alkhatba unter die Arme greifen.“
 
Obwohl es mit der deutschen Sprache noch ein bisschen hakt, sind Alkhatbars Anweisungen klar verständlich: „Füße zusammen, Hände nach vorne.“ In den fast drei Jahren in seiner neuen Heimat Deutschland hat er viel gelernt und fühlt sich in Sulzbach wohl. Sein ältester Sohn studiert Informatik an der Universität Saarbrücken und trainiert ebenfalls Karate.
 
Auch sein jüngster Sohn ist mit Leidenschaft dabei. Ahmad Alkhatba hat eine große Liebe: Karate. „Aber bitte verraten Sie das nicht meiner Frau“ lächelt er. Dass er Karate-Großmeister ist, verwundert nicht. Alkhatba versprüht eine Mischung aus Charme und Autorität. Gegner hätten vermutlich keine Chance. Seine klugen Augen beobachten jedes Detail.
 
Das Training beginnt, nachdem sich alle verbeugt haben, als Zeichen des Respekts voreinander. Dann werden Beine, Arme und Hände gedehnt und exakte Schrittfolgen eingeübt. Kleine Wettbewerbe zwischendurch sorgen für Auflockerung und dienen gleichzeitig dazu, Schnelligkeit zu trainieren. Aber auch Kraft und Konzentration sind wichtig beim Karate. Sie sind die Voraussetzung für einen erfolgreichen Sport.
 
Konzentriert stehen auch Manuel Bleß und Jonathan Brenner in der großen Halle. Die kleinen Karate-Schüler hören aufmerksam zu, wenn ihr Trainer die Grundschritte erklärt. Zusammen mit den Kindern aus Syrien stehen sie in einer Reihe, ziehen ihre Gürtel noch einmal fest, ballen die Fäuste und los geht’s.
Interesse?
Wer mitmachen möchte, kann sich bei Turnwartin Karin Leidinger unter Tel. (01 77) 5 98 79 62 anmelden.
 
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