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11.03.2018, 13:34 Uhr
Schnelles Internet-- Glasfaserkabel hält in Neuweiler Einzug
Bericht Saarbrücker Zeirung. Von Stefan Bohlander
Sulzbach /  Neuweiler. Die Deutsche Telekom lässt zurzeit die neue Technologie in die Erde einbringen. Ende des Monats soll das abgeschlossen sein. Von Stefan Bohlander
Die großflächige Werbung ist deutlich im Stadtgebiet zu sehen, und seit gut einem Monat wird in Neuweiler auch Glasfaserkabel verlegt. Doch wie und nach welchem Plan das eigentlich geschieht, fragte sich Leserreporter Helmut Veit aus dem Sulzbacher Stadtteil. „Eine Rückfrage bei den Stadtwerken hat mich nicht weitergebracht“, schildert er. Dort habe man ihm freundlich mitgeteilt, dass es derzeit „noch keine Pläne“ gebe.
Der Verlauf des Ausbaus, wie ihn Helmut Veit schildert, sieht so aus, dass in Nebenstraßen wie der Hochstraße oder in der Ackerstraße gearbeitet wird, Hauptwege wie die Martin-Luther-Straße jedoch unberücksichtigt bleiben. Auffällig sei zudem, dass die Arbeiten offensichtlich von einer litauischen Firma ausgeführt werden, wie er aus der Kennzeichnung eines Autos schließt. Die Männer würden offenbar im Akkord arbeiten – und zwar „mit großem Elan und von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang“, wie er sagt. Etwa ein Dutzend Arbeiter sei bei jedem Wetter tätig, auch bei deutlichen Minus-Temperaturen.
Nun ziehe ein Bagger einen Graben, eine zweite Kolonne verlege das Kabel, eine dritte verdichtet den Graben wieder und Pflasterer verlegen anschließend wieder die Pflastersteine. Dort, wo das alte Pflaster kaputt war, verlege man neue Steine. „Soweit alles paletti“, sagt Veit, fügt aber kritisierend hinzu: „Wenn man denn wüsste, wie es weitergeht, wer davon profitiert und wer über dieses Glasfaserkabel einen schnelleren Datenanschluss bekommt.“ Auftraggeber seien wohl die Stadtwerke, wie er vermutet. Darum sagt er erbost: „Die Geheimniskrämerei der Stadt Sulzbach beziehungsweise der Stadtwerke ist nicht nachvollziehbar.“
Die Verlegung der Kabel in Neuweiler erfolgt durch die Deutsche Telekom, nicht durch die Stadtwerke“, stellt Sulzbachs Stadt-Pressesprecher Elmar Müller klar. Mit der Glasfasertechnik ermögliche die Telekom den von vielen geforderten „schnellen Internetanschluss“. Die Telekom selbst beauftrage die Firmen, die vor Ort die Arbeiten umsetzen. Dies gelte auch für das gesamte Stadtgebiet, wo derzeit bis zum Mai Kabel verlegt würden. Übersichtspläne habe die Telekom auf ihrer Internetseite veröffentlicht, wobei die Informationen auch im Bauamt erhältlich seien. Zur Kommunikation an sich sagt er: „In Altenwald hat die von der Telekom beauftragte Firma die Anwohner der betroffenen Straßen durch sogenannte Bürgerbriefe über die Arbeiten informiert. Wir sind davon ausgegangen, dass dies in den anderen Stadtteilen auch der Fall ist, kennen aber die Auftragsbedingungen der Telekom nicht.“
George-Stephen McKinney von der Pressestelle der Telekom antwortet, dass generell gelte: „Der Breitbandausbau Saarland stellt hohe Anforderungen bezüglich Planung, Ausführungsfristen und Inbetriebnahmen an alle beteiligte Unternehmen und Institutionen.“ Die „punktuellen“ Arbeiten würden sich durch das bereits vorhandene Rohrnetz der Telekom ergeben. Es wird eine etwa 7,4 Kilometer neue Leitungstrasse gebaut, insgesamt aber rund zwölf Kilometer Glasfaser verlegt. Somit seien für circa 4,5 Kilometer Glasfaser lediglich Zieharbeiten für die Kabel und die „punktuelle“ Öffnung bestimmter Baugruben nötig.
Die Tiefbauarbeiten sollen voraussichtlich am 28. März abgeschlossen sein, wegen der schwierigen Witterung seien jedoch Verzögerungen möglich. Die Inbetriebnahme sei Ende Mai vorgesehen. Im Vorwahlbereich 06897 profitierten nach seinen Angaben rund 27 000 Haushalte von diesem Breitbandausbau und der Vectoring-Technologie, mit der bis zu 100 Mbit/s Download und bis zu 40 MBit/s im Upload möglich seien. Die Planunterlagen habe man den zuständigen Genehmigungs- und Zustimmungsbehörden zugeleitet, die diese geprüft und ihnen zugestimmt hätten. Über den Ausbau könne man sich unter www.telekom.de/saarland informieren.
Beauftragt wurden die Tiefbauarbeiten durch die Telekom, sagt McKinney. Die Federführung in allen Umsetzungsfragen habe ein Tiefbauunternehmen der „ARGE Saar“. Arbeitsrechtliche Verstöße, etwa wegen der Arbeiten bei tiefen Temperaturen, seien der Telekom nicht bekannt. Er fügt hinzu: „Zudem liegen diese klarerweise im Verantwortungsbereich der beauftragten Baufirma.“ Auch den Vorwurf der „Geheimniskrämerei“ möchte er nicht gelten lassen. „Das ist für uns nicht nachvollziehbar, denn Geheimniskrämerei ist unsere Sache nicht“, erklärt er. Als bisher beschrittene Informationswege zählt er die Vorstellungen des Ausbaus bei den betreffenden Verwaltungen von Sulzbach, Friedrichsthal und Saarbrücken, bereits erwähnte Internetpräsenz und die Berichterstattung in den Medien auf.
 
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