Pressearchiv
01.05.2019
Bericht Saarbrücker Zeitung
 Saarbrücken. Sei es ein Tante-Emma-Laden oder der neue Dorfplatz: Das Saarland fördert Vorhaben im ländlichen Raum bis 2021 mit weiteren 7,5 Millionen Euro. Das Besondere: Die Kommunen müssen als Eigenanteil nur zehn Prozent der Kosten tragen. Von Tobias Fuchs
So sieht die Sonderförderung aus, die Umweltminister Reinhold Jost (SPD) und Innenminister Klaus Bouillon (CDU) am Dienstag in Saarbrücken vorgestellt haben. Sie solle die bisherigen Finanzierungsmodelle nicht ersetzen, sondern ergänzen, sagte Jost. Der Fördersatz liege weit über dem, was normalerweise beim ländlichen Raum zu erwarten sei.
Die Gelder sollen in die Dorfentwicklung fließen, in die Umnutzung oder den Abriss leerstehender Gebäude. Auch Privatpersonen und Firmen können profitieren. „Wir wollen die Attraktivität des ländlichen Raums noch weiter steigern“, sagte Jost. Wobei sein Ministerium zwei Drittel des Saarlandes als ländlichen Raum einstuft – auch Ortsteile von Saarbrücken und aller Kreisstädte.
 
Jost nannte für die Sonderförderung konkrete Vorhaben, er berichtete vom Anruf eines Dorfbäckers aus dem Nordsaarland, der sein Sortiment erweitern will und von einem Mehrgenerationenhaus, das im Bliesgau in einem früheren Kindergarten entstehen soll.
Mit der Sonderförderung wollen die Ministerien auch ein Finanzierungsproblem lösen: Oft seien Städte und Gemeinden bei der bisherigen Förderung nicht in der Lage gewesen, einen Eigenanteil von 35 oder 40 Prozent aufzubringen, erklärte Jost.
 
Nun stellt der Umweltminister über sein Ressort etwas mehr als fünf Millionen Euro zur Verfügung. Bouillon steuert zusätzlich 2,4 Millionen Euro bei, um die Fördersätze auf 90 Prozent nach oben zu schrauben. Jost stellte sogar eine „100-Prozent-Finanzierung“ in Aussicht. Denn: Packen ihre Bürger mit an, können die Kommunen das als Eigenleistung abrechnen. Stundensatz: über 13 Euro.
Während Jost an die leeren Kassen vieler Kommunen erinnerte, sagte Bouillon: „Die Zeiten des Jammers sollten vorbei sein.“ Der Innenminister sieht einen „Geldboom“ auf die Gemeinden zukommen, während der Bauboom für lange Wartezeiten sorgt. So dass öffentliche Aufträge nicht schnell genug vergeben, Fördergelder nicht abgerufen werden können. Bouillon sagte: „Wir haben erstmals die Situation im Saarland: Wir haben Geld und müssen sehen, dass es unter die Leute kommt.“ Wer zuerst Gelder aus dem neuen Topf beantragt, dürfte zuerst zum Zug kommen. Wobei sich Umweltminister Jost vorbehalten will, größere Projekte vorzuziehen. Der SPD-Politiker sieht die Kommunen angesichts der 90-Prozent-Förderung unter Zugzwang. „Wir sind gespannt, ob all die Maßnahmen, die uns immer als sinnvoll angetragen wurden, jetzt auch tatsächlich als Anträge in unsere Häuser kommen“, sagte er. „Wir haben kein Interesse, Geld an den Bund zurückzugeben.“
60 Prozent der neuen Fördergelder aus seinem Haus kommen aus Berlin vom Bundeslandwirtschaftsministerium. Grundlage ist der Sonderrahmenplan „Förderung der ländlichen Entwicklung“ von Bund und Ländern, über den in diesem Jahr deutschlandweit 150 Millionen Euro ausgeschüttet werden.
weiter

28.04.2019
Burhan Yagci zeigt die zukünftigen Verwaltungsräume der Moslemischen Gemeinde Saarland im Obergeschoss des ehemaligen Postgebäudes. 
Sulzbach. Der Umbau der alten Post in Sulzbach geht langsamer voran, als es die Moslemische Gemeinde Saar erwartet hatte. Mit den neuen Fenstern könnte das Vorhaben nun deutlich an Fahrt gewinnen. Von Stefan Bohlander
Der stürmische Wind zerrt am Mittwoch die blauen Abdeckplanen hin und her. Regen peitscht gegen die Hauswände und tropft in das teilweise offene Gebäude. Das ungastliche Wetter steht im Gegensatz zum gastfreundlichen Empfang.
Burhan Yagci, der Vorsitzende des Vereins Muslimische Gemeinde Saarland (MGS), führt durch die alte Post in Sulzbach. Sie soll zu einer Moschee umgebaut werden. Seit zweieinhalb Jahren läuft das Vorhaben bereits.
 
Und Burhan Yagci räumt ein, dass es langsamer vorangeht, als er sich das vorgestellt hatte. Dennoch: Wenn jetzt erst einmal die neuen Fenster eingesetzt sind, werde es im Anschluss sichtbar schneller weitergehen, versichert der Gastgeber.
„Das ist für uns ein Meilenstein“, sagt Yagci. Einige Fenster, etwa jene zum Hof, sind bereits erneuert, aber insgesamt 70 auf den beiden Etagen auszutauschen. Ende Dezember waren die Fenster bestellt, seit April läuft der Austausch.
 
In vermutlich rund zwei Wochen ist diese Arbeit abgeschlossen. „Dann können alle andere Gewerke weiterarbeiten“, sagt Burhan Yagci. Dann sollen also beispielsweise Elektriker und Heizungsbauer das ehemalige Sulzbacher Postgebäude weiter auf Vordermann bringen.
 
Ursprünglich wollte der Verein das muslimische Gebetshaus bereits im vergangenen Jahr eröffnen. Doch vor allem wegen Auflagen beim Brandschutz habe es dann Verzögerungen gegeben. Zwischenzeitlich habe die MGS sich noch zu weiteren Renovierungen – etwa bei den Fenstern – entschlossen. Die Vereinsmitglieder wollen lieber jetzt so viel fertigstellen, wie es das Budget hergibt, statt in fünf oder zehn Jahren von vorn anzufangen. Denn es gibt noch viel zu tun.
 
Teilweise sind im Inneren Decken zu erneuern, Wände zu verputzen und Elektronik zu verlegen. Zudem steht beispielsweise eine teilweise neue Verkleidung der Fassade an: die dunklen und deutlich in die Jahre gekommenen Platten am oberen Teil werden weichen.
 
Ein großer Brocken ist der ehemalige Haupteingang des Postgebäudes zur Bahnhofstraße hin. Dort wird die Glasfront gegen einen Notausgang ausgetauscht. Der Haupteingang der Moschee wird dann zum Hof hin liegen. Dort sind 13 Parkplätze für die MGS.
 
Womöglich fehlende Stellflächen sorgten zunächst bei Sulzbachern für Verstimmung. Sie befürchteten, die neue Moschee bekomme eine Strahlkraft über Sulzbachs Stadtgrenzen hinaus. Viel mehr Gäste beim Freitagsgebet als die veranschlagten 195 wären die Folge. Das ließ die Angst vor einem Parkchaos aufkeimen. Diesen Kritikern will Burhan Yagci den Wind aus den Segeln nehmen. Die MGS werde darauf achten und die Besucher auf die zahlreichen anderen öffentlichen Parkmöglichkeiten in der Innenstadt aufmerksam machen. Zudem kämen nicht alle Muslime zum Freitagsgebet nach Sulzbach, das meistens um 14.30 Uhr beginnt.
 
Gläubige, die beispielsweise in Saarbrücken arbeiten, gingen eher dort in eine Moschee. Auch würden an diesen Tagen vermehrt Männer zum Beten kommen, denn nur für diese sei das Freitagsgebet verbindlich. Die Frauen, für die es auch einen separaten Eingang gibt, kämen dagegen an anderen Wochtentagen zum Beten.
 
Dann könnten auch Besucher gern vorbeischauen, wie Burhan Yagci sagt. Generell möchte die MGS auf Kommunikation und Transparenz setzen. Sie stehe mit den christlichen Kirchengemeinden in engem Kontakt. So kämen Termine zustande, bei denen sich kleine Gruppen gern mal in den Räumen umschauen dürfen. „Momentan gibt es halt nur Staub zu sehen“, sagt er scherzend. Für den Umbau sei die MGS auf Spenden ihrer Mitglieder angewiesen, und sie suche zudem noch weitere Sponsoren.
 
Wenn der Umbau beendet sei, kündige die MGS die derzeit gemieteten Räume an der Sulzbachtalstraße. Statt der dortigen 120 Quadratmeter stünden im Neubau 700 Quadratmeter auf zwei Stockwerken zur Verfügung. Die obere Etage werde aber nur für die Verwaltung genutzt.
Auf einen Eröffnungstermin für die Sulzbacher Moschee möchte Yagci sich nicht festlegen. Er sagt nur: „Uns kann es nicht schnell genug gehen.“
weiter

15.04.2019
Sulzbach: Anlässlich der Europawahl, der Kommunalwahlen, der Wahl des Regionalverbandsdirektors/der Regionalverbandsdirektorin und der Wahl des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin am 26. Mai 2019

Die Antragstellung zur Ausstellung von Wahlscheinen und den erforderlichen Briefwahlunterlagen für die Stadt Sulzbach/Saar ist ab Montag, dem 15. April 2019, im Briefwahlbüro Nr. 118 (1. OG) im Rathaus der Stadt Sulzbach/Saar möglich. Der Zugang zum Briefwahlbüro ist barrierefrei.

Die Briefwahlunterlagen können an den Werktagen, montags bis freitags in der Zeit von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr, montags bis mittwochs von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr und donnerstags von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr, beantragt werden.

Wahlscheine und Briefwahlunterlagen können bis spätestens zum zweiten Tag vor der Wahl, also Freitag, dem 24. Mai 2019, 18.00 Uhr, beim Wahlamt der Stadt Sulzbach/Saar mündlich, schriftlich oder per E-Mail beantragt werden. Die Schriftform gilt auch durch Telegramm, Fernschreiben, Telefax oder durch sonstige dokumentierbare elektronische Übermittlung als gewahrt. Ein entsprechendes elektronisches Formular für die Beantragung der Briefwahl in der Stadtverwaltung Sulzbach/Saar finden Sie ab dem 15. April 2019 auf der Homepage der Stadt Sulzbach/Saar (www.stadt-sulzbach.de) unter der Rubrik „Briefwahl online“. Eine telefonische Antragstellung ist nicht möglich.

Wahlberechtigte können die Briefwahlunterlagen beim Wahlamt der Stadt schriftlich beantragen. Dafür eignet sich das auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung abgedruckte Antragsformular. Die Benachrichtigungskarte wird bis spätestens 4. Mai 2019 zugestellt werden. Falls die Wahlbenachrichtigung nicht oder noch nicht vorliegt, kann ein Antrag beim Wahlamt auch formlos gestellt werden.

Anzugeben sind:

• Name

• Vorname

• Wohnanschrift

• Geburtsdatum

• Anschrift, an die die Unterlagen gesendet werden sollen.

An einen anderen als den Wahlberechtigten persönlich dürfen Wahlschein und Briefwahlunterlagen nur ausgehändigt werden, wenn die Berechtigung zur Empfangnahme durch Vorlage einer schriftlichen Vollmacht nachgewiesen wird (Vordruck ist auf der Wahlbenachrichtigungskarte) und die bevollmächtigte Person nicht mehr als vier Wahlberechtigte vertritt. Auf Verlangen hat sich die bevollmächtigte Person auszuweisen.

Bei der Briefwahl ist der Wahlbrief mit dem Stimmzettel/den Stimmzetteln und dem Wahlschein so rechtzeitig an die Stadt Sulzbach/Saar zurückzusenden, dass der Wahlbrief dort spätestens am Wahltag bis 18.00 Uhr eingeht. Der Wahlbrief kann auch im Rathaus abgegeben werden.

Sulzbach/Saar, 11. April 2019

Die besondere Gemeindewahlleiterin

(Lützenburger) Verw.-Angestellte
weiter

23.03.2019
Bericht Saarbrücker Zeitung Von Michèle Hartmann
Andrea Michely und Tina Wagner  laden einmal im Monat trauernde Menschen zur  zwanglosen Zusammenkunft in Sulzbach ein. 
Sulzbach. Eine Anlaufstelle für Hinterbliebene in großer seelischer Not:  das neue „Lebenscafé“ in Sulzbach Von Michèle Hartmann
Plötzlich ist er nicht mehr da. Der Mensch, den man so sehr liebte. Der Teil von einem selbst war. Plötzlich hat der Tod ihn weggerissen. Was bleibt, ist das übermächtige Gefühl der Trauer. Das Gefühl, seelisch in eine dunkle Sackgasse geraten zu sein, aus der es kein Entrinnen gibt.
Jeder trauert anders, vielen Hinterbliebenen jedoch ist eines gemeinsam: Sie können den Verlust nicht allein verarbeiten. Und genau da setzt das an, was sich „Lebenscafé“ nennt. Es ist dies eine besondere Anlaufstelle, die neuerdings in Sulzbach angesiedelt ist. Was es damit auf sich hat, das erklären Andrea Michely, katholische Krankenhaus-Seelsorgerin in der Knappschaftsklinik, sowie Tina Wagner, Pastoralreferentin im Dekanat Saarbrücken und Projektleiterin im „Tante Anna“ genannten Treffpunkt der Generationen (Vopeliusstraße 1) im Gespräch mit der SZ. Das Lebenscafé ist ein Baustein der Trauer-Seelsorge in Sulzbach von Seiten der katholischen Kirche“; sagt Andrea Michely, dabei sei ein neuer wichtiger Ansatz, dass Kirche sich offensiv zu den Menschen hin bewege – zu den Menschen in seelischer Not.Viele hätten nach der ersten ganz akuten Trauerzeit das starke Bedürfnis nach Austausch und Gemeinschaft mit anderen, die sich in der gleichen Situation befinden. Dann könne es gut tun, „ähnlich fühlende Menschen zu erleben, die in einer offenen wie ungezwungenen Atmosphäre ihre Gedanken und Gefühle in einem angenehmen und vertraulichen Rahmen zur Sprache bringen und gleichzeitig Gemeinschaft erleben“, bringen die beiden Frauen ihr Angebot auf den Punkt.  Der Treffpunkt der Generationen sei hierfür ideal. Sie betonen zudem, dass es sich um ein offenes Treffen handelt, ohne Bindungszwang und ohne inhaltliche Gestaltung. Im gemütlichen Ambiente mit gemeinsamen Essen an der Seite von fachlich versierten Trauerbegleiterinnen könne so ein lockerer und dennoch intensiver Austausch erfolgen.
Ein weiterer Baustein der Trauer-Seelsorge in Sulzbach ist das „Wandern für die Seele“. „Beim Wandern kommt nicht nur der Körper in Bewegung, es lösen sich auch innere Verspannungen, man bekommt Kopf und Seele wieder frei.“ Mit diesen Worten werben Andrea Michely und Tina Wagner für diese Art, mit anderen gemeinsam wieder peu à peu ins Leben zurückzufinden.
Es geht insgesamt nicht um platten Trost und Sprüche wie etwa „Die Zeit heilt alle Wunden“ oder „Das wird schon wieder“, sondern um ehrlichen Beistand. Sozusagen um „Trittsteine“, die der trauernde Mensch mit begleitender Hilfe  sich legen kann, um nicht unterzugehen und mit dem Verlust wie auch immer zurecht zu kommen.
Und es gibt, als dritten Baustein, die „Trauergruppe“, die ein gemeinsames Suchen ermöglicht nach Antworten auf die drängenden Fragen, die der Tod bei ihnen aufgeworfen hat. Hier kann man den Schmerz über den Verlust, die Sorgen wegen des Alleinseins sich eingestehen und Zuspruch finden.
Das Lebenscafé ist jeden 1. Donnerstag im Monat von 18 bis 19.30 Uhr im Treffpunkt „Tante Anna“ in Sulzbach geöffnet. Die Trauergruppe trifft sich am 1. Mittwoch im Monat von 17.30 bis 19.30 Uhr am selben Ort. Kontakt: Tina Wagner, Tel. (0151) 52 55 38 56;    Roswitha Kraemer, Tel. (0173) 447  64 22; Andrea Michely, Tel. (0163) 309 17 91.
 
weiter

23.02.2019
Bericht Saarbrücker Zeitung
 Ferien liebt jeder, doch die neuen Schulferien-Termine im Saarland sorgen für Diskussionen. 
Saarbrücken. Die Verlängerung der Fastnachts- und Winterferien, die jetzt beginnen, auf eineinhalb Wochen und die gleichzeitige Verkürzung der Osterferien von zwei auf eineinhalb Wochen sorgen für engagierte Diskussionen bei Eltern, Schülern und Lehrern im Saarland. Von Dietmar Klostermann
„Ich verstehe die Kritik an dieser Schulferienstruktur. Der Erholungsfaktor ist bei zwei Wochen Osterferien natürlich viel besser“, drückte die Vorsitzende des Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, Lisa Brausch, ihre persönliche Meinung zur Schulferien-Debatte aus. Für Eltern, die mit ihren Kindern zum Skilaufen in die Alpen fahren wollen, sei eine ganze Woche von Samstag auf Samstag sicher besser buchbar. Doch mit der Verlängerung der Fastnachtsferien auf eineinhalb Wochen reiße die Fastnachtstradition an den saarländischen Schulen ab, beklagte Brausch. An ihrer Grundschule sei in der Vergangenheit immer am „Fetten Donnerstag“ eine Karnevalssitzung veranstaltet worden. Doch der „Fette Donnerstag“ liegt jetzt mitten in den Fastnachtsferien. „Die Karnevals-Tradition an den Schulen droht damit verloren zu gehen“, meinte Brausch. Bei der Schulferienplanung durch das Bildungsministerium seien die Lehrerverbände nicht gehört worden. Obwohl die Schulferienplanung schon erheblich in die pädagogische Arbeit eingreife. „Besonders bei den Erstklässlern ist der Abstand von Fastnachtsferien zu den Osterferien zu gering“, meinte Brausch. Die Winterferien gehen vom 25. Februar bis zum 5. März, die Osterferien vom 17. bis 26. April.
 
 
Die Vorsitzende der Gesamtlandeseltervertretung (GLEV) und der Landeselternvertretung der Gemeinschaftsschulen (LEV), Judith Franz-Lehmann aus Illingen, berichtete von teils erregten Debatten um die Schulferienplanung in der saarländischen Elternschaft. Franz-Lehmann sagte, dass die LEV Gemeinschaftsschulen 2016 vor der Festsetzung des Schulferienkalenders eine Stellungnahme ans Bildungsministerium abgegeben habe. Es sei darum gegangen, die „Zeiten von Unterricht und Ferien möglichst gleichmäßig zu verteilen“, sagte Franz-Lehmann. Die verkürzten Osterferien 2019 seien von den Elternvertretern nicht kritisiert worden. Jedoch habe man dem Bildungsministerium empfohlen, die Winterferien um zwei Tage (Rosenmontag und Karnevalsdienstag) zu verkürzen und statt dessen vor dem Maifeiertag am 29./30. April frei zu geben. Dadurch wäre der zu lange Abstand von Osterferien zu Sommerferein von neun auf achteinhalb Wochen verkürzt worden. Zudem sei das Saarland bei der Feriengestaltung vertraglich mit Hessen und Rheinland-Pfalz verbunden.
 
Doch für saarländische Familien, deren Kinder in Rheinland-Pfalz zur Schule gehen, oder rheinland-pfälzische Familien, deren Kinder im Saarland eine Schule besuchen, bringt dieser Vertrag in den nahenden Winter- und Osterferien wenig: In Rheinland-Pfalz gehen die Winterferien nur vom 25. Februar bis 1. März, am Rosenmontag müssen die Schüler da schon wieder büffeln. Und bei den Osterferien klafft eine Lücke von einer Woche zwischen Saarland und Rheinland-Pfalz, wo die Schüler erst am Dienstag nach Ostern für eine Woche Ferien haben.
 
 
 
„Zweischneidig“ sei die Haltung der Saar-Elternschaft zu den Winterferien, sagte Franz-Lehmann. Da an vielen Schulen die Fastnachts-Tradition nicht mehr gepflegt werde, würden sich die Karnevalisten unter Eltern und Schülern darüber freuen, jetzt am „Fetten Donnerstag“ Ferien zu haben und feiern zu können, was auch den Mädchen in den Karnevalsgarden zugute komme, sagte Franz-Lehmann. „Je nachdem, welchen Blickwinkel man hat und wie man sozialisiert ist, kann man einen Vorteil oder einen Nachteil in der Ferienregelung erkennen“, sagte Franz-Lehmann. Auch daran, dass am Aschermittwoch der Unterricht wieder beginne, gebe es Kritik aus der Elternschaft. „Wie man es macht, ist es verkehrt“, erklärte die GLEV-Vorsitzende.
 
Franz-Lehmann forderte, statt gemeinsame Schulferien-Planungen mit Hessen zu machen, das weit entfernt liege, sollte besser seitens des Bildungsministeriums versucht werden, in der Großregion Saar-Lor-Lux gemeinsam parallele Schulferien-Termine zu vereinbaren. Das gelte besonders für das luxemburgisch-saarländische Schengen-Lyzeum in Perl und das Deutsch-Französische Gymnasium in Saarbrücken. Im Perler Schengen-Lyzeum hatten die Schüler vom 18. bis 22. Februar Fastnachtsferien, die Sommerferien beginnen eine Woche später als im Saarland. Auch am Saarbrücker DFG beginnen die Sommerferien eine Woche später am 8. Juli, die „Februarferien“ dauern vom 28. Februar bis 8. März. Ebenso zeitversetzt.
 
Landesschülersprecher Usamah Hammoud (KBBZ Friedrich List Saarbrücken) begrüßte die Angleichung der Ferienlänge von Winter- und Osterferien auf jeweils anderthalb Wochen. „Junge Menschen haben dadurch während der Karnevalszeit die Möglichkeit dieses gesellschaftliche Großereignis mit seiner gerade im Saarland herrschenden kulturellen Bedeutsamkeit angemessen zu zelebrieren“, sagte Hammoud. Die Kürzung der Anzahl der Ferientage zur Osterzeit sei aufgrund potenziell wegfallender Vorbereitungstage für Abiturprüfungen dagegen „durchaus kritisch zu betrachten“, betonte Hammou
weiter

14.11.2018
Die Polizisten im Saarland erhalten eine höhere Nachtzulage. 
  
Saarbrücken. Großes Lob von den Polizeigewerkschaften für Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seinen Innenminister Klaus Bouillon (CDU). Von Michael Jungmann
David Maaß, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) bedankt sich per Pressemitteilung ausdrücklich bei den Politikern, spricht von einem „Zeichen der Wertschätzung durch die Politik“ für die Arbeit der Polizeibeamten im Land. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolg), Sascha Alles, meldet eine „sehr gute Nachricht“ für die Belegschaften in den Inspektionen und Dienststellen. Es sei absolut an der Zeit gewesen, „die nötige Wertschätzung“ der Polizeiarbeit zu liefern.
 
 
Nach Gesprächen mit beiden Gewerkschaftsvertretern hat Regierungschef Hans, der in den letzten Monaten selbst wiederholt Polizeidienststellen besuchte und sich Sorgen und Nöte der Beamten anhörte, reagiert und Signale gesetzt. Die Zulagen für Polizisten, die Nachtschicht schieben, wird deutlich erhöht. An Wochentagen außer sonntags zahlt der Dienstherr künftig statt einer Zulage von 1,28 Euro pro Stunde 1,60 Euro, also 25 Prozent mehr. An Wochenenden wird diese sogenannte Erschwernis-Zulage für „Dienst zu ungünstigen Zeiten“ (DUZ) sogar auf 2,56 Euro pro Stunde verdoppelt. Bouillon betonte in diesem Zusammenhang, die „besonderen Belastungen des Nachtdienstes werden stärker honoriert“. Dies sei insbesondere mit Blick auf die wegen der Haushaltsnotlage angespannten Personalsituation der Polizei ein weiterer Baustein, um die Attraktivität des Polizeiberufes zu steigern. Beide Gewerkschaft buchen die Zulagenerhöhung als Erfolg ihrer Arbeit.
 
Weitere gute Nachrichten hat die Politik für junge Polizistinnen und Polizisten im Rang eines Kommissars (Gehaltsgruppe A 9). Sie müssen bisher mitunter zehn Jahre oder länger auf den nächsten Karriereschritt zum Oberkommissar (A 10) warten. Dies will Innenminister Bouillon künftig durch eine geplante frühere „Regelbeförderung“ verkürzen. Die Gewerkschaften haben auf 50 zusätzliche Stellenanhebungen gedrängt, wie auch Bouillon. Im ersten Anlauf konnte Bouillon für den Doppelhaushalt 2019/2020  20 Beförderungen pro Jahr durchsetzen. Nach seinem Gespräch mit GdP-Chef Maaß sprach Regierungschef Hans offenbar ein Machtwort an seinen Finanzminister Peter Strobel (CDU). 210♦000 Euro werden extra im Doppelhaushalt für die Polizei reserviert, damit unter dem Strich 30 weitere Beförderungen bezahlt werden können. Pro Jahr also zusätzlich 15 Anhebungen in die A 10.
 
Ministerpräsident Hans sagte wörtlich: „Der Finanzminister musste letztlich von mir überzeugt werden.“
 
Die Differenz zwischen beiden Gehaltsgruppen macht je nach Erfahrungsstufe etwa zwischen 200 und 400 Euro brutto monatlich aus. Maaß betonte dazu per Presseerklärung: „Die Gewerkschaft der Polizei zieht mit Innenminister Klaus Bouillon an einem Strang!“
 
  
weiter

06.11.2018
Bericht Saarbrücker Zeitung Von Stefan Bohlander
 Sulzbach. Aus dem losen Verbund von örtlichen Händlern und Gewerbetreibenden (kurz SM-S) soll ein Verein werden. Die Vorbereitungen wurden beim Wirtschaftstreff im Salzbrunnenhaus nun erläutert. Von Stefan Bohlander
Nein, auf einen Titel lege keiner der beiden einen allzu großen Wert – aber Verantwortung wolle man auf jeden Fall übernehmen. „Die Stadt bedeutet uns viel“, sagten Ralf Piro und Björn Wacket unisono. Beide sind engagiert in „SM-S Stadtmarketing Sulzbach“. Dies ist der lose Verbund von örtlichen Händlern und Gewerbetreibenden – bis jetzt. Denn beim Wirtschaftstreff am vorigen Mittwochabend im Salzbrunnenhaus stellten sie ihre Pläne vor, aus der bisherigen Interessengemeinschaft einen Verein zu machen. Dort werde man sich aller Voraussicht nach auch um Vorstandsmitgliedschaften bewerben.
 
 
Die Neugründung könnte dann beispielsweise „Initiative Sulzbacher Gewerbetreibender“ heißen. Das sei noch nicht spruchreif, ebenso wenig wie ein genauer Gründungstermin. Doch wenn es nach Piro und Wacket geht, soll es auf die zweite Januarwoche hinauslaufen. Seit den ersten „SM-S“-Treffen vor etwa anderthalb Jahren habe man eine Art Bestandsanalyse gemacht. Erkenntnis: „Positive Stimmen und Signale fehlen“, erklärte Björn Wacket. Beim Vergleich mit anderen Städten habe man jedoch bemerkt, dass Sulzbach tatsächlich noch so einiges mehr habe als eben jene.
 
Durch „SM-S“ und den ehrenamtlichen Stadtmanager Stefan Wacket, den Vater von Björn, habe man eine Schnittstelle zwischen Verwaltung und Unternehmern geschaffen. Mit der im vergangenen Jahr ziemlich rasch aus der Taufe gehobenen Gewerbeschau und der Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen, etwa der Stadtparty zur Wiedereröffnung der Sulzbachtalstraße, – „ein ziemlich großer Wurf“ – habe man schon einiges erreicht. Für die nähere Zukunft ist ein Shopping-Guide angedacht, der alle Händler präsentieren soll. Zudem möchte man regionale Workshops anbieten, Leerstände attraktiver machen und Franchises ansprechen und ihnen die Ansiedlung in der Salzstadt schmackhaft machen.
 
 
 
„Bei mir hat die Initiative Interesse geweckt und ein Feuer entfacht“, erklärte Ralf Piro sein Engagement auf dem Wege zur Vereinsgründung. Durch einen Verein wolle man das gemeinsame Streben auf „juristisch vernünftige Füße“ stellen. Eine Satzung ist in Arbeit und soll möglichst schlank gehalten werden. Dann gelte es, vernünftige Strukturen innerhalb des Vereins zu schaffen. Denn schließlich habe man „eine enorme Kauf- und Vergabekraft in der Stadt“.
 
Bereits im Vorfeld hatten beide im voll besetzten Salzbrunnenhaus ihre jeweiligen Unternehmen vorgestellt. Björn Wacket nahm als Geschäftsführer der Autohaus Birkelbach GmbH die Anwesenden mit auf eine Zeitreise über den autorisierten Mercedes-Benz-Händler. In der Sulzbachtalstraße 32 habe alles mit einer kleinen Tankstelle begonnen und dann habe man sich „im Prinzip immer weiter und weiter entwickelt“. Im Laufe der Zeit habe man das Reifen-Geschäft deutlich ausgebaut und sei derzeit der einzige Classic-Händler im Südwesten.
 
Ralf Piro ist Bereichsleiter Sulzbach und Friedrichsthal beim Debeka-Servicebüro vor Ort. Er selbst startete 1993 in einem kleinen Büro in Dudweiler, heute befindet man sich im Gebäude An der Klinik 11. Debeka habe eine Vereinsstruktur und mehr als sieben Millionen Mitglieder. Dazu gehören seit vielen Jahren bereits nicht mehr nur Beamte. Außenwerbung mache man nicht, denn: „Im Prinzip spricht unser Produkt für uns.“
 
Dietmar Bommer arbeitet seit rund drei Jahren als Niederlassungsleiter bei der Rink Rehaservice GmbH & Co. KG und präsentierte das Portfolio des Unternehmens, das in der häuslichen Pflege „in allen Bereichen vertreten ist“.
 
Die Produktpalette reicht vom Rollator über Trinknahrung bis hin zur barrierefreien Küche. Sitz ist im Gewerbegebiet in der Ludwigshöhe, wo man eine etwa 400 Quadratmeter große Ausstellungsfläche hat.
 
Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam erinnerte bei der Einführung in die Veranstaltung im Salzbrunnenhaus daran, dass beim Unternehmer-Aschermittwochstreff nach einem weiteren Termin im Herbst angefragt wurde. Dieser Bitte sei man gerne nachgekommen. Beim nächsten Mal werde man sich vermutlich in einem Unternehmen vor Ort treffen. Angefragt ist das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik in Neuweiler.
weiter

05.11.2018
 Die Abteilung Gartenbau informiert: Die Stadt entfernt kostenlos Nadelbäume, die als Weihnachtsbäume im Stadtgebiet dienen sollen. Wenn Interesse besteht, kommen Stadtbedienstete zu einer Begutachtung der infrage kommenden Bäume nach Hause. Anmeldung unter Telefon (06897) 508 - 450 oder 508 - 462.
weiter

28.10.2018
 Sulzbach. Selber machen ist absolut in. Menschen mit modernen Ideen machen folglich mit bei der ersten DIY-Messe (Do it yourself) in Sulzbach. Am kommenden Sonntag, 28. Oktober, wird die Sulzbacher Aula zur Stätte für kreative Leute. 
Ob ansprechendes Kunsthandwerk, ganz unterschiedliche Kreationen aus Glas, Wolle, Ton, Holz, Filz und anderen Stoffen, vieles gibt es an diesem Tag zu bestaunen. Das melden die Veranstalter in iher Ankündigung. Ob schöne Kopfbedeckungen aus einer Hutmanufaktur, handgebundene Bücher, Lampen aus Glasflaschen, Papmaché-Figuren, Strick- und Häkelware oder Kunst aus Draht und Nägeln - es kann so schön und erfüllend sein, wenn man sich kreativ betätigt und Dinge einfach einmal selbst herstellt.
Von Kochen und Backen über Stricken und Nähen bis hin zu DIY-Projekten in den Bereichen Deko und Basteln: Die Messe in Sulzbach bietet inspirierende Tipps und Anleitungen und stellt die neuesten Trends für kreative Köpfe vor. Auch wer vielleicht beim Kochen und Backen aktiv werden will, findet in der Sulzbacher Aula am nächsten Sonntag tolle Rezepte für kreative Leckereien wie Cupcakes – kleine Törtchen mit Verzierung oder auch Motitv-Torten, mit denen jeder sich und seinen Gästen eine Freude machen kann. Derzeit sehr im Trend, so erklärt Heike Kneller-Luck, die Chefin der Abteilung Tourismus, die bei der Stadtverwaltung Sulzbach die Messe organisiert, ist das sogenannte Upcycling. Unter dem Motto „Aus alt mach neu“ werden vermeintliche Abfallprodukte oder scheinbar wertlose Materialien in tolle Produkte umgewandelt. An gewerblichen Ausstellern mit dabei sind „Hobby und Kunst“ aus Saarbrücken mit allem, was das Herz begehrt. Ebenso „Lindwurm“ aus Neunkirchen mit Wolle und Garnen, die faszinieren. „Frau Luna“ zeigt, wie man dekorative Kopfbedeckungen herstellt. Dazu kommt der „Nervzwerge“-Laden aus Riegelsberg mit Stoffen, die begeistern. Und nicht zuletzt gibt eine Cupcake-Bäckerin Tipps für leckeres Naschwerk. Insgesamt sind fast 40 Ausstellerinnen und Austeller vertreten.
 
Die Messe hat von 10 bis 18 Uhr ihre Tore geöffnet.
weiter

11.10.2018
 Anwohner von Privatgrundstücken müssen ihren Gehwegabschnitt selbst von Abfällen und Laub reinigen. Dazu gehört auch die Entsorgung von Laub, das von Bäumen stammt, die nicht auf ihrem Privatgrundstück stehen (z.B. an Rändern von Straßen oder Parkanlagen).
 
Nicht jeder Anwohner hat aber die Möglichkeiten, die anfallenden Laubmengen von städtischen Straßenbäumen über die Biotonne oder den eigenen Komposthaufen zu entsorgen. Um seitens der Stadt Sulzbach hier eine Unterstützung anzubieten, werden wieder transparente Abfallsäcke auf Polyethylenbasis kostenlos den betroffenen Haushalten zur Verfügung gestellt. Die Säcke unterscheiden sich damit von anderen gebräuchlichen Säcken und es ist sofort erkennbar, ob andere Abfälle beigemischt sind. Die Beimischung von anderen Abfällen führt dazu, dass diese Säcke nicht abgefahren werden.
 
DIE LAUBSÄCKE SIND  IM BAUBETRIEBSHOF (HÜHNERFELD - SCHACHTSTRASSE) ERHÄLTLICH.
 
Die Ausgabe der „Laubsäcke“ erfolgt gegen Eintragung in eine Ausgabeliste und persönliche Abholung. Die damit erfassten Adressen bilden die notwendige Datenbasis für die Abholung durch Mitarbeiter des Baubetriebshofes.
 
Der Laubsack fasst 100 Liter und kann im Aktionszeitraum von Oktober/Dezember 2018 zwei-wöchentlich einfach am Abfuhrtag (Dienstag) am Standort der Hausmülltonne am Straßenrand zur Abholung bereitgestellt werden.
 
 
 
  Oktober Di  16.10.18
          Di  30.10.18
November         Di  13.11.18
                                Di  27.11.18
Dezember         Di  11.12.18
weiter

CDU Deutschlands CDU-Mitgliedernetz Online spenden Deutscher Bundestag
Angela Merkel CDU.TV Newsletter CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Hermann Gröhe Angela Merkel bei Facebook Hermann Gröhe bei Facebook
© CDU Stadtverband Sulzbach-Saar  | Startseite | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Inhaltsverzeichnis | Realisation: Sharkness Media | 0.10 sec. | 36835 Besucher