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22.10.2018
Bericht Saarbrücker Zeitung Von Stefan Bohlander
 Sulzbach. Der Verein Sulzbach hilft Benin feiert zehnjähriges Bestehen – mit beeindruckenden Zahlen. Von Stefan Bohlander
Es sind beeindruckende Zahlen, die am Freitagabend genannt wurden. Innerhalb von zehn Jahren konnte der Verein Sulzbach hilft Benin in dem westafrikanischen Land je fünf Schulen und Kitas bauen. Zudem half man 145 Kindern innerhalb des Patenprojektes dabei, einen Schulabschluss zu schaffen. Und mehr als 30 Jugendliche aus dem Nachbarland von Nigeria konnten eine Berufsausbildung absolvieren. Nun feierte Verein sein zehnjähriges Bestehen anlässlich des jährlich stattfindenden Solidaritätsessens im Gemeindehaus der evangelischen Kirche.
 
Bislang sei es also gelungen, im Schnitt jedes Jahr eine Schule oder einen Kindergarten zu bauen, sagte der Vorsitzende Volker Rauch. Die Schulen wurden in der Sulzbacher Partnerstadt Bassila aufgebaut, die Kindergärten in verschiedenen Städten errichtet. „Das zehnte Gebäude, eine Schule, wird dieses Jahr fertiggestellt“, so Rauch. In ganz Benin seien die Mitglieder des Vereins bekannt und geachtet. Wie das Geld, das sich aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Benefizveranstaltungen wie dem Solidaritätsessen zusammensetzt, vor Ort eingesetzt wird, wird unter anderem bei Reisen überprüft, die von den Vorstandsmitgliedern privat bezahlt werden.
 
Mit der bei der Stadt Bassila angestellten Sozialarbeiterin Foussenatou Koudoro, die dort für die Patenschaften verantwortlich zeichnet, stehe man ständig in Kontakt. Volker Rauch erinnerte daran, dass der Verein aus einem Arbeitskreis heraus entstand, die Hilfe für Benin also schon länger geleistet wird. Über die Reisen nach Benin sagte er: „Es sind erschütternde, aber auch angenehme Eindrücke.“
 
Was genau es mit den Kinderpatenschaften auf sich hat, erläuterte Projektleiterin Elena Chirulli, eine der beiden stellvertretenden Vorsitzenden. Rund ein Drittel der Bevölkerung lebe unter der Armutsgrenze, Kinderhandel sei noch immer ein äußerst großes Problem. Von den 15 Euro, die monatlich für eine Patenschaft anfallen, werde ein großer Teil für das tägliche Frühstück in der Schule verwendet – oft die einzige Mahlzeit für die Kinder. Sie berichtete von einigen Kindern, denen man zudem eine Ausbildung nach der Schulzeit bezahlen konnte. Eine dreijährige Ausbildung zur Schneiderin koste beispielsweise rund 130 Euro. „Für uns ist das nichts“, so Elena Chirulli, „für ein Waisenkind ist das unmöglich zu bezahlen.“
 
Elfriede Mohr, ebenfalls stellvertretende Vorsitzende und Leiterin des Medizinischen Projektes, erläuterte ihre Aufgaben. Betten, Verbandsmaterial und „Ach, was weiß ich nicht noch alles“ habe man bereits nach Bassila verfrachten lassen. Denn die medizinische Versorgung sei dort kaum gegeben. Auch teurere Geräte habe man schon bezahlt, etwa Röntgen- und Ultraschallgeräte oder Inkubatoren. Mit Letzteren gelang es beispielsweise bereits, bei zwei Drillingsgeburten insgesamt sechs Leben zu retten.
 
Kritische Töne zum Thema Kolonialismus äußerte Saartoto-Chef Michael Burkert, der die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hatte: „Man hat die Länder bis zur Grenze des Erträglichen ausgebeutet.“ Heute finde dies in anderer Form statt. Deswegen könne er die Menschen verstehen, die aus ihrer Heimat flüchteten. Der Verein Sulzbach hilft Benin sei ein Zeichen, wie Globalisierung gut funktionieren könne.
 
Konsul Klaus-Dieter Hartmann merkte an, dass in den zurückliegenden 40 Jahren die Bevölkerung in Benin von etwa 3,5 Millionen auf heute mehr als elf Millionen angewachsen ist. Auch wenn es noch immer nicht zu leugnende Probleme wie Menschenhandel und Korruption gebe, sei das Land am Golf von Guinea auf einem guten Weg und gelte als eine der stabilsten Demokratien in Afrika. Zu den Spendern sagte er: „Sie haben geholfen, die Infrastruktur zu verändern.“
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22.10.2018
                                           Inladung
zum saarländische Ohwend bei da Fraueunion Stadtverband Sulzbach am
Freidach, de 26. Oktober 2018 um 18:00 Uhr im evangelische Gemeindezentrum
uff da Schmelz in Sulzbach.
Zum Esse gäbts entweder Lewwerkneedel odda Gefüllde.
Die Lewwerkneedel gäbs mit brauner Soß, die Gefüllde mit Specksoß.
Wär Luschd uff beides hät, der grid ach Halb/Halb.
Das wär dann e Lewwerkneedel und e Gefüllda. Sauerkraud gäbts nadierlich
ach noch dezu.
Die klään Portion würd 4,50 € koschde, für die groß Portion bezahle na 6,50 €.
Halb/Halb gäbts awa net in klään, weil dähle dun ma die Klöß nit.
Es Esse gäbt´s awa erschd um siewwe Uhr, weil vorher gäbt´s noch e bisje
Programm
Wenn na jetzt Hunger krit han,dann mellen eich schnell ahn.
Entweder beim Kristina Gantner, Telefon 06897-568064oda beim Sonja Trapp,
Telefon 06897- 89613. Bis zum 20.10.2018 müsste ma wisse,
ob und mit wieviel Leit na komme.
Mir wirde uns freie, eich ze siehn.
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20.10.2018
Bericht Saarbrücker Zeitung von Daniel Kirch
Gut sieben Jahre lang war Annegret Kramp-Karrenbauer saarländische CDU-Landesvorsitzende. Am Freitagabend wurde sie von Ministerpräsident Tobias Hans, ihrem Nachfolger an der Parteispitze – und Landtagspräsident Stephan Toscani verabschiedet. 

Neunkirchen. Annegret Kramp-Karrenbauer verabschiedet sich aus der Saar-Politik. Ihr Nachfolger an der Spitze der Landespartei, Tobias Hans, setzt neue Akzente. Von Daniel Kirch
Seit dem Abend der bayerischen Landtagswahl ist Annegret Kramp-Karrenbauer innerhalb der Union so etwas wie die ungekrönte Königin. In keinem anderen Bundesland können CDU oder CSU ein besseres Wahlergebnis vorweisen als jene 40,7 Prozent, die Kramp-Karrenbauer am 26. März 2017 im Saarland holte. Am Abend dieser Wahl, so erzählte sie es ihren Biografinnen Eva Quadbeck und Kristina Dunz, sei Oskar Lafontaine zu ihr gekommen und habe gesagt: 35 Prozent hätte ich Ihnen ja zugetraut, aber über 40 nun wirklich nicht. Für Kramp-Karrenbauer, über die Lafontaine selten etwas Positives sagt, muss das ein innerer Landesparteitag gewesen sein.
Dieser Wahlsieg war zugleich der Höhepunkt in Kramp-Karrenbauers gut siebenjähriger Amtszeit als Chefin der Saar-CDU. „Ich kann es schaffen, wenn ihr an meiner Seite steht“, hatte sie 2011 in ihrer Bewerbungsrede den Delegierten zugerufen. Am Freitagabend gab sie das Amt in der Neunkircher Gebläsehalle an Tobias Hans ab, der sie am 1. März schon an der Regierungsspitze beerbt hatte.
 
 Nach dem schönen und bewegenden Parteitag der CDU Saar gestern habe ich jetzt im Auto nach München die Chance in meinem  Abschiedsgeschenk zu lesen. Mit Tränen der Rührung und Lachtränen kommen vor allem so viele Erinnerungen. Danke allen, die sie in Bild und Text geweckt haben.
Die Partei scheint mit sich im Reinen, beim SR-„Saarlandtrend“ im Juni kam sie trotz Kramp-Karrenbauers Weggang auf 35 Prozent, in diesen Zeiten ein beachtlicher Wert. Dennoch muss sich Hans, seit kurzem Vater von Zwillingen, als Parteichef um ein paar Baustellen kümmern. Er will verhindern, dass die Partei nach 19 Jahren an der Macht zu einem „Abnickverein“ für die Politik der Landesregierung wird, und den Schrumpfungsprozess der CDU stoppen. Seit 1990 hat der Landesverband 10 000 Mitglieder verloren, derzeit sind es noch 16 250. Auch die kommunale Verankerung schwindet: Obwohl die CDU in den Kommunen stärkste Kraft ist, verlor sie in Städten wie Homburg, St. Ingbert, Völklingen und Lebach das Rathaus.
 
Der Maßstab aber, an denen Parteichefs für gewöhnlich gemessen werden, sind Prozentpunkte und Regierungsposten. So gesehen kann die CDU Saar, die auf Bundesebene auch mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vertreten ist, zufrieden sein. Auch Hans will sich im Bund künftig einmischen, wenn sich die CDU ein neues Grundsatzprogramm gibt. Den selbstbewussten Anspruch leitet er aus den 40,7 Prozent ab: „Wenn einer von Volkspartei sprechen kann, dann sind wir das im Saarland.“
 
Kramp-Karrenbauer, 1991 vom damaligen CDU-Landeschef Klaus Töpfer („eine sehr kluge Frau“) auf eine Halbtagsstelle in die CDU-Landesgeschäftsstelle geholt, wird derweil als Anwärterin aufs Kanzleramt gehandelt. Hessens Regierungschef Volker Bouffier wird in der jüngst erschienenen AKK-Biografie („Ich kann, ich will und ich werde“) mit den Worten zitiert, Kramp-Karrenbauer habe den eisernen Machtwillen, den es brauche, um Kanzlerin zu werden: „Ich traue ihr das zu.“
 
Dieser Weg hat sich nicht zwingend abgezeichnet. In der Partei wurde die 56-Jährige zunächst mehr geschätzt als wirklich geliebt. Zwar entdeckte Peter Müller früh ihr Talent und förderte sie, indem er sie erst zur Innen-, dann zur Bildungs- und Sozialministerin machte und ihr 2011 schließlich den Weg in die Staatskanzlei und an die CDU-Spitze ebnete. Doch die Herzen der CDU-Mitglieder flogen ihr erst nach der hochriskanten Entscheidung zu, die an der Parteibasis unbeliebte Jamaika-Koalition hochgehen zu lassen. „Ich bin immer noch extrem dankbar, dass die Partei damals wie eine Eins gestanden hat und niemand gesagt hat: Was für ein Irrsinn. Das war eine echte Charakterprobe“, sagt sie. Heute wird man lange suchen müssen, um einen CDU-Funktionär im Saarland zu finden, der etwas Schlechtes über sie sagt. Auch dass sie nicht einmal ein Jahr nach der erfolgreichen Landtagswahl nach Berlin ging, obwohl sie derlei Ambitionen vorher stets bestritten hatte, scheint ihr in der Partei kaum jemand nachzutragen.
 
Hans übernimmt von Kramp-Karrenbauer eine seit vielen Jahren disziplinierte Partei. Weder der harte Sparkurs der Landesregierung mit drastischen Einschnitten an der Uni und bei der Polizei noch der Anfang 2017 drohende Machtverlust brachten die Partei aus der Fassung. „Dass sie im Landtagswahlkampf 2017 die Nerven behalten hat, als der Schulz-Hype losbrach, war parteiintern einer der besonderen Momente“, sagt Kramp-Karrenbauer. Machtkämpfe kennt die Saar-CDU seit Jahrzehnten nicht mehr. Man muss nur nach Rheinland-Pfalz schauen, um zu sehen, welches Haifischbecken die CDU sein kann. Geräuschlos fädelte Kramp-Karrenbauer auch ihre Nachfolge ein.
 
Die Kehrseite der Geschlossenheit ist allerdings eine gewisse Diskussionsarmut. Die Partei ist zufrieden, solange sie regieren kann. „Geschlossenheit ist gut, darf aber nicht zu Grabesruhe führen“, sagte Hans bei seiner Wahl, ein „Rumoren“ sei besser als Stillstand. Der 40-Jährige, jüngster Regierungschef der Republik, sieht sich selbst als „Konservativen mit großem C“. Er führt jetzt den Landesverband, der in der CDU seit jeher als der sozialpolitisch am weitesten links stehende gilt. Dass es kaum Diskussionen gibt, hängt auch damit zusammen, dass Kramp-Karrenbauer, anders als Angela Merkel im Bund, die Konservativen zufriedenstellte. Sie war gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, verbot türkischen Politikern präventiv Auftritte im Saarland (obwohl gar keiner kommen wollte) und ließ ihrem konservativen Innenminister Klaus Bouillon freie Hand.
 
Tobias Hans wird nun eigene Akzente setzen müssen. Einen ersten deutete er in seiner Parteitagsrede am Freitagabend an: ein stärkeres Eintreten für die „Bewahrung der Schöpfung“, die Grünen würden es Umwelt- und Tierschutz nennen. „Ich werde auf die Ferkel-Kastration öfter angesprochen als auf die Mietpreisbremse oder das Ankerzentrum“, sagt Hans. „Die Leute wollen wissen, wo ihr Essen herkommt.“ Dass ihn das Thema umtreibt, ist durchaus glaubwürdig: Als Jugendlicher wäre er beinahe Mitglied der Grünen geworden. ,
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17.10.2018
Bericht Saarbrücker Zeitung
 Sulzbach.  Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) beginnt am Montag, 22. Oktober, mit der Reparatur des Fischbacher Weges (der Landstraße L 247). Das kündigt der LfS an. Zunächst werden Rinnenplatten, Borde und Straßeneinläufe zwischen der Einmündung der Goldene-Au-Straße und der Einmündung der Oberdorfstraße erneuert.
Dafür wird die Straße halb gesperrt und eine Ampel aufgebaut. Für diese Vorarbeiten sind zwei Wochen geplant.
 
 
Am 5. November beginnen die Asphaltarbeiten. Der zu reparierende Teil des Fischbacher Weges beginnt an der Einmündung der Saarbrücker Straße (L 258)  und reicht bis zur Oberdorfstraße. Die Reparatur erfolgt in mehreren Bauabschnitten.
 
Der erste Bauabschnitt von der Einmündung in die L 258 bis zur Anschlussstelle Sulzbach erfolgt unter Vollsperrung. Dazu muss auch die Auffahrt zur A 623 an der Anschlussstelle Sulzbach gesperrt werden. Die Ausfahrt der Anschlussstelle bleibt offen. Der Fischbacher Weg (L 247) ist dann aber nur in Richtung Sulzbach befahrbar. Eine Auffahrt zur A 623 wird zur Anschlussstelle Saarbrücken-Dudweiler und zur Anschlussstelle Sulzbach-Altenwald ausgeschildert. Im zweiten Bauabschnitt wird die Fahrbahn zwischen der Anschlussstelle Sulzbach und der Wilhelm-Gerlein-Straße gesperrt. Die Auffahrt zur A 623 steht dann wieder zur Verfügung, und die Ausfahrt kann nur in Richtung Saarbrücker Straße (L 258) befahren werden. Die westlich gelegene Einmündung der Goldene-Au-Straße liegt noch in dem gesperrten Abschnitt. Eine Zufahrt ist allerdings möglich.
 
 
 
Im letzten Bauabschnitt wird der Abschnitt von der Goldene-Au-Straße bis zur Oberdorfstraße repariert. Dazu wird die Straße  halbseitig gesperrt und eine Ampel aufgebaut. Die Falkstraße kann dann zeitweise nicht angefahren werden. Anwohner werden durch Handzettel informiert.
 
Für die Asphaltarbeiten werden rund drei Wochen benötigt. Die Baumaßnahme ist mit dem öffentlichen Linienverkehr abgestimmt. Über Änderungen der Fahrpläne informieren die Linienbetreiber Baron Reisen und Munz-Wobido.
 
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16.10.2018
Bericht Saarbrücker Zeitung von Daniel Kirch
 CDU-Fraktionschef Alexander Funk nennt den CSU-Absturz „hausgemacht“.

Saarbrücken. Die Fraktionen bewerten den Ausgang der Bayern-Wahl unterschiedlich. Die SPD will ihre Sprache ändern. Von Daniel Kirch
Eines war CDU und SPD im Landtag am Tag nach der Bayern-Wahl wichtig: Es solle bloß nichts schöngeredet werden, sagten CDU-Fraktionschef Alexander Funk und die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Petra Berg. Das Ergebnis sei eine „schwere Niederlage“ (Funk) und „enttäuschend“ (Berg).
 
 
Funk sagte, er sei überzeugt, dass das Ergebnis hausgemacht sei. Die Gründe für den Absturz der CSU sieht er im Dauer-Streit in Berlin, aber auch im Umgang innerhalb der CSU. „Die bürgerlichen Wähler haben dafür wenig Verständnis“, sagte Funk. Die große Koalition in Berlin habe zwar wichtige Entscheidungen getroffen, etwa beim Wohnungsgipfel und beim Diesel-Kompromiss. Diese würden aber wegen des Streits nicht wahrgenommen.
 
Die SPD-Abgeordnete Berg sieht ihre Partei mit dem gestarteten Erneuerungsprozess grundsätzlich auf dem richtigen Weg. Ihre Fehleranalyse: „Wir haben nicht die Antworten gefunden auf die Fragen, die die Menschen uns gestellt haben.“ Außerdem, ergänzte Berg, müsse die SPD sehr viel deutlicher werden, und das in einer Sprache, die die Menschen verstünden: „Die Politik ganz allgemein – das betrifft nicht die SPD allein – verliert sich häufig in einem Polit-Sprech. Wir benutzen Wordings, mit denen die Menschen nichts mehr anfangen können.“ Wobei „Wording“ (Wortwahl, Sprachregelung) genau ein solches Wort sein dürfte.
 
 
 
Linksfraktionschef Oskar Lafontaine fragte sich, warum Wähler aus dem Arbeitermilieu nicht die Linke wählten. Diese Wähler fühlten sich seit langem nicht mehr vertreten. Beiläufig erwähnte er, dass die Linke bei der Landtagswahl 2009 bei Arbeitern und Arbeitslosen stärkste Kraft wurde – damals hieß der Spitzenkandidat Lafontaine. Das Ergebnis der Bayern-Wahl war für ihn „keine große Überraschung“; die schlechte Arbeit der Bundesregierung führe dazu, dass sich viele Menschen von ihr abwendeten.
 
AfD-Fraktionschef Josef Dörr zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis seiner Partei in Bayern. Sie sei die einzige Opposition. „Wir wollen eine andere Politik in Deutschland“, sagte Dörr. Das Ziel der AfD sei es, regieren zu können – „entweder allein oder mit anderen“. Dörrs Vize Rudolf Müller wertete das Wahlergebnis als „weiteren Schuss vor den Bug von CDU und SPD in Berlin“.
 
 Die SPD-Landtagsabgeordnete Petra Berg findet, ihre Partei müsse deutlicher werden.
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15.10.2018
 Sulzbach. Die katholische Pfarrgemeinde Sulzbach Allerheiligen und der Treffpunkt der Generationen in Sulzbach Tante Anna wollen auch in diesem Jahr einen lebendigen Adventskalender organisieren. Dabei soll sich jeden Tag vom 1. bis zum  23. red
Dezember an Orten in Sulzbach ein Türchen öffnen, das von einer Familie, einer Gruppe, einem Verein oder einer einzelnen Person vorbereitet wurde. Das Programm sollte nicht länger als 15 Minuten dauern. Interessierte können am 17. Oktober um 17.30 Uhr zum Vorbereitungstreffen beim Treffpunkt der Generationen in der Vopeliusstrasse 1 kommen.

 
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15.10.2018
Bericht Saarbrücker Zeitung
 Sulzbach. Menschen mit Ideen machen bei der ersten DIY-Messe in Sulzbach mit. Am Sonntag, 28. Oktober, wird die Sulzbacher Aula zur Stätte für kreative Leute. 
Ob Kunsthandwerk, unterschiedliche Kreationen aus Glas, Wolle, Ton, Holz, Filz und anderen Stoffen – vieles soll es an diesem Tag zu bestaunen geben, kündigt ein Veranstaltungssprecher an. Ob Kopfbedeckungen aus einer Hutmanufaktur, handgebundene Bücher, Lampen aus Glasflaschen, Pappmaché-Figuren, Strick- und Häkelware oder Kunst aus Draht und Nägeln: Es gehe den Organisatoren darum, zu zeigen, wie Selbstmachen funktioniert.
 
Von Kochen und Backen über Stricken und Nähen bis hin zu Projekten in den Bereichen Deko und Basteln: Die Messe in Sulzbach will inspirieren. Neueste Trends für kreative Köpfe gebe es ebenfalls. Auch wer bei Kochen und Backen mitmischen will, kann während der Veranstaltung in Sulzbach Rezepte wie beispielsweise für Cupcakes entdecken. Auch Motive für Torten wollen die Aussteller dann präsentieren.
 
Derzeit sehr im Trend liege das sogenannte Upcycling, sagt Heike Kneller-Luck. Die Chefin der Abteilung Tourismus bei der Stadtverwaltung Sulzbach organisiert die Messe. So geht es darum, aus Altem Neues entstehen zu lassen. Vermeintliche Abfallprodukte oder scheinbar wertlose Materialien verwandle der Ideengeber in brauchbare Gegenstände. Mit ein bisschen Geschick und unter fachkundiger Anleitung sei einiges möglich.
 
Auch gewerbliche Aussteller bereichern die Messe, kündigt Kneller-Luck an. Insgesamt fast 40 Aussteller präsentieren sich am 28. Oktober. Die Messe hat von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
 
Übrigens: DIY steht für das Englische: Do it yourself – mach’s selbst.
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11.10.2018
 Sulzbach. Die Stadt Sulzbach lädt zu einem Vortrag über Islamismus am Donnerstag, 11 Oktober, ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Salzbrunnenhaus.  Was ist eigentlich Islamismus, wo liegen seine historischen Wurzeln und warum ist er problematisch? red
Mit diesen Themen beschäftigt sich Zakariyya Meißner, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei  der in Saarbrücken angesiedelten Fach- und Vernetzungsstelle  „Yallah – Salafismusprävention im Saarland“.  Wie die Stadt mitteilt, soll in dem Vortag mit anschließender Diskussion ein möglichst realistisches Bild zur Sachlage vermittelt werden.
 
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10.10.2018
Liederabend im Salzbrunnenhaus – Wolfgang Winkler stellte seine neue CD vor. Mit seinem Lied hat Wolfgang Winkler Schultze Kathrin (alias Rita Lampel-Kirchner) ein Denkmal gesetzt. 
SULZBACH 
Das Salzbrunnenhaus war bis auf den letzten Platz besetzt, als der Sulzbacher Liedermacher Wolfgang Winkler seine neue CD „von gestern über heute bis morgen“ vorstellte. Diese Maxi-CD mit vier Liedern habe er sich selbst zum Geschenk für seinen 70. Geburtstag gemacht. Den entscheidenden Impuls dazu erhielt er aus der Geschichte, der Schlacht auf den Spicherer Höhen im Jahre 1870. Dort war die „ehrbare Saarbrücker Bürgerin“ Katharine Weißgerber, genannt die Schultze Kathrin, zwischen den Fronten im Einsatz, um als Samariterin deutschen und französischen Soldaten zu helfen. Das Grab dieses „heldenmütigen Mädchens“, wie auf der Grabplatte zu lesen ist, befindet sich im Ehrental des Deutsch-Französischen Gartens. Was hat Wolfgang Winkler dazu veranlasst, diese doch recht wenig bekannte Saarländerin mit einem eigenen Lied zu ehren? Wie viele seiner Lieder regt auch dieses Lied zum Nachdenken an, ohne dass der moralische Zeigefinger erhoben wird. Und so erzählt er die Geschichte der Schultze Kathrin, die an diesem Abend auch persönlich alias Rita Lampel-Kirchner anwesend war. Um den verwundeten Soldaten auf den Spicherer Höhen im deutsch-französischen Krieg 1870/71 zu helfen und sie mit Wasser zu versorgen, bringt sie sich selbst in Gefahr, selbst Warnungen schlägt sie in den Wind. Bewundernswert ihr großer Mut, ihre Zivilcourage. „Aber haben wir aus der Geschichte gelernt?“, fragt Winkler, als er sich in seinem Lied der Gegenwart zuwendet. Auch heute wird noch geschossen. Doch das Versprechen nach 75 Jahren deutsch-französischer Kriege hat bis heute gehalten: „Nie wieder – plus jamais!“ So fordert das Lied indirekt auf, sich weiterhin für Frieden in der Welt einzusetzen. „Die Welt braucht mehr Kathrins.“
 
Da Winkler sich sehr stark für die deutsch-französische Freundschaft einsetzt, wurde die von ihm in deutscher Sprache getextete und gesungene Hommage für das zweite Lied auf der CD auch ins Französische übersetzt.
 
Der dritte Titel ist in seiner Aktualität kaum zu überbieten. Hierin geht es um das Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen.
 
Mit dem vierten und letzten Lied „Sie war da, sie ist da und sie bleibt“ setzt er seiner Frau ein ganz persönliches Denkmal und beschreibt das Gefühl der Liebe als die stärkste und ewige Kraft. handeln.
 
Zum Abschluss bat der pensionierte Französisch- und Religionslehrer seine ehemaligen Schüler auf die Bühne, die mit zehn Personen ins Salzbrunnenhaus gekommen waren. Mit ihnen gemeinsam sang er das Lied „Oh Champs Elysées“, das sie noch aus ihrer Schulzeit kannten. Wolfgang Winkler verstand es mal wieder, mit einem unterhaltsamen Liederabend seine Gäste zu begeistern.
Die CD kann für 5 Euro (inkl. Porto) über www.winklermusik.de erworben werden. wh
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03.10.2018
Bericht Saarbrücker Zeitung
 Tag der Deutschen Einheit: Ruf nach mehr Dialog

Berlin. Am 28. Jahrestag der Wiedervereinigung haben Politiker die Deutschen aufgerufen, lauter ihre Stimme gegen Rechtspopulismus und Fremdenhass zu erheben. dpa
Gleichzeitig plädierten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Kanzlerin Angela Merkel und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (beide CDU) für mehr Dialog und gegenseitiges Zuhören, um Polarisierung und Gräben im Land zu überwinden.
„Auch in Deutschland begegnet uns die populistische Anmaßung, wieder das „Volk“ in Stellung zu bringen, gegen politische Gegner, gegen vermeintliche und tatsächliche Minderheiten, gegen die vom Volk Gewählten“, sagte Schäuble am Mittwoch bei einem Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Berlin. Niemand habe aber das Recht zu behaupten, er allein vertrete „das Volk“. Obwohl es Deutschland zur Zeit gut gehe, dominiere der Pessimismus, beklagte Schäuble. Er warb für mehr Mut und Vertrauen in das Handlungsvermögen der Gesellschaft. „Selbstvertrauen, Gelassenheit, Zuversicht“ bildeten den „Dreiklang eines zeitgemäßen Patriotismus“.
 
Bundesratspräsident Michael Müller sagte bei dem Festakt: „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Minderheit einer neuen Rechten die Deutungshoheit über das Erreichte an sich reißt und dabei die Grundwerte unserer Gesellschaft missachtet.“ Der SPD-Politiker fügte hinzu: „Dem müssen wir Einhalt gebieten“. Es sei Zeit, offen und laut für unsere Grundwerte einzustehen. Diese seien Demokratie, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Solidarität.
Nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist die Einheit der Deutschen in Ost und West noch lange nicht vollendet. Sie sei vielmehr „ein Prozess“ und ein „langer Weg.“ Wichtig sei, „einander zuzuhören, aufeinander zuzugehen, nicht nachzulassen“, betonte die Kanzlerin. Dies gelte nicht nur für Politiker, sondern für alle Bürger. Merkel stellte fest: „Die Deutsche Einheit ist nicht beendet“, sondern fordere die Menschen bis heute immer wieder heraus.
In diesem Jahr richtete Berlin die zentralen Feierlichkeiten zum Einheitstag aus. Auf einem Bürgerfest rund um Brandenburger Tor und den Reichstag stellten sich die Bundesländer vor, es gab Konzerte und Diskussionsrunden. Am Mittwoch war es auf der zu Wochenbeginn eröffneten Festmeile deutlich voller als zuvor.
Steinmeier sagte am Rande der Feierlichkeiten: „Das Wichtigste ist, dass die Gesellschaft mit sich selbst ins Gespräch kommt.“ Es gelte, sie zusammenzuhalten.
CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer forderte eine Kraftanstrengung der politischen Mitte gegen Rechtsextremisten und Populisten von Rechts und Links. „Gerade Naziparolen dürfen keine Resonanz finden, egal ob sie in Chemnitz oder in Dortmund gegrölt werden“, schrieb sie in einem Gastbeitrag für das Internetportal „t-online“. „Und Menschen, die sich dagegen wehren wollen, müssen Rückhalt und Unterstützung aus der politischen Mitte erhalten und nicht vom extremen linken Rand.“
 
Anlässlich der Feiern in Berlin versammelten sich laut Polizei mehr als 1000 Rechtsextreme und Rechtspopulisten zu einer Demonstration. Auch linke Gruppen hatten Demos angemeldet. Zu allen Veranstaltungen gab es starke Sicherheitsvorkehrungen. Die Polizei war mit rund 4000 Beamten im Einsatz, Teile der Berliner Innenstadt waren abgesperrt, an den Eingängen zum Bürgerfest gab es strenge Kontrollen.
 
Auch andernorts in Deutschland wurde an die Wiedervereinigung 1990 erinnert. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) sprach sich für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Einigungsprozess aus. „Dies kann helfen, emotionale Wunden zu heilen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Viele Ostdeutsche seien nach 1990 nicht fair behandelt worden - dies sei lange nicht genügend beachtet worden. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) forderte mehr Respekt für die Leistungen der Ostdeutschen.
 
Kirchenvertreter mahnten ein stärkeres Miteinander an. „Die Mauer, die uns trennte, ist Geschichte. Dafür entstehen heute an anderer Stelle Fliehkräfte, die unsere Gesellschaft auseinander treiben wollen“, sagte der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge bei einem ökumenischen Gottesdienst. „Einheit bedeutet deshalb heute nicht nur die Einheit von Ost und West, sondern auch die soziale Einheit unseres Landes. Nur wenn wir alle mitnehmen, sichern wir den sozialen Frieden in unserem Land.“
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