Neuigkeiten
20.05.2020
Bericht Wochenspiegel
Angelika Schallenberg, Geschäftsführung Lebenshilfe Sulzbach-/Fischbachtal, nimmt von Anja ­Wagner-Scheid und Helga Schmidt, Vorsitz der Frauen Union Saarland, einen ganzen Korb Alltagsmasken entgegen. Foto: Lebenshilfe SFT
 
NEUWEILER Mit einem ganzen Korb voller Mund-Nasen-Masken sind Anja Wagner-Scheid, Finanz-Staatssekretärin und Vorsitzende der Frauen-Union Saarland, und ihre Stellvertreterin Helga Schmidt bei der Lebenshilfe Sulzbach-/Fischbachtal angereist.
 
Die Spende, ein kleiner Teil der bislang gut 2 000 selbstgenähten Alltagsmasken in allen Größen für ganz klein bis ganz groß, durfte Lebenshilfe-Geschäftsführung Angelika Schallenberg am Montag in Empfang nehmen.
 
„Rund 20 Frauen der Frauen Union nähen derzeit landesweit“, erklärt Anja Wagner-Scheid, die sich selbst als nicht- nähbegabt outet. Dafür fahre sie momentan ständig Stoffe, Gummiband und Garn in ihrem Auto spazieren, denn man habe einige Quellen zur Materialbeschaffung aufgetan. Für die Mund-Nasen-Masken der Frauen Union gibt es dankbare Abnehmer, berichten Wagner-Scheid und Schmidt: man habe bereits Senioreneinrichtungen, Kindertagesstätten, die Krankenhäuser, die Tafeln, Behinderteneinrichtungen, Frauenhäuser und andere Einrichtungen für Frauen bedacht.
 
„Wir sind alle unsere Partner durchgegangen, mit denen wir in den letzten Jahren Kontakt hatten“, erklärt Anja Wagner-Scheid. Die Frauen Union plant im Übrigen ein „Nach-Corona-Fest“: „Wenn die Krise vorüber ist, wollen wir mit allen ­Helferinnen und denen, die wir unterstützt haben, ein kleines Fest feiern“, so Wagner-Scheid.
 
Die Spende an die Lebenshilfe Sulzbach-/Fischbachtal wird übrigens im Rahmen der beiden von Aktion Mensch geförderten Corona-Soforthilfe-Projekten zur Lebensmittelversorgung und Assistenz und Begleitung an die Frau oder den Mann gebracht. „Es gibt zwar die Einwegmasken, aber viele unserer Klientinnen und Klienten können mit einer Maske, die man auch waschen und wiederverwenden kann, einfach mehr anfangen“, so Angelika Schallenberg.
 
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15.05.2020
 Sulzbach: Ab Montag, 18. Mai, ist es so weit: Die Gastronomie im Saarland darf wieder Gäste in Lokalen, Restaurants, Bars und Kneipen bedienen und dort Essen und Trinken servieren. Weil beim Verzehr von Speisen und Getränken logischerweise kein Mundschutz getragen werden kann, gibt es entsprechend strikte Regeln. Diese wurden von mehreren Ministerien in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband sowie der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten erarbeitet.
 
Maskenpflicht:
Gäste müssen Mundschutz tragen, wenn sie nicht an ihrem Tisch sitzen. Wenn Beschäftigte den Mindestabstand unterschreiten, weil sie etwa Speisen oder Getränke an den Tisch bringen, müssen auch sie Mundschutz tragen. Bei der Zubereitung von Speisen und Getränken gilt ebenfalls Mundschutzpflicht.

Kontaktbeschränkung:
Es gelten wie überall sonst auch die allgemeinen Kontaktbeschränkungen. Das heißt, man darf nur alleine, mit Personen des eigenen Haushalts, bestimmten direkten Verwandten und höchstens einem weiteren Haushalt Essen gehen.
 
Mindestabstand:
Es muss ein Mindestabstand von anderthalb Metern zu den benachbarten Plätzen, an denen also keine Gäste aus der eigenen Gruppe sitzen, eingehalten werden. Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, ist der Einbau von Trennwänden erforderlich. Das gilt auch für den Eingangsbereich und in den Sanitärräumen.

Sitzplatzpflicht:
Es gibt eine Sitzplatzpflicht. Stehplätze sind nicht erlaubt, außerdem gilt ein Thekenverbot für Gäste.

Bedienpflicht:
Es ist nur Bedienung am Tisch erlaubt, Buffets sind verboten. Ausnahmen gibt es nur für Essen to go, etwa an Kiosken, in Kantinen oder Selbstbedienungsrestaurants.
 
Datenübermittlung:
Zur Nachverfolgbarkeit einer Ansteckung muss je ein Vertreter pro Haushalt Name, Telefonnummer und Wohnort angeben.

Lüften:
In den Gaststätten muss regelmäßig gelüftet werden.
 
Desinfektion:
Händedesinfektionsmittel muss im Eingangsbereich frei zugänglich zur Verfügung stehen, außerdem auch in den Sanitäranlagen.
 
Im Eingangsbereich sind Hinweisschilder mit den wichtigsten Regeln aufzustellen.
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15.05.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung Von Iris Neu-Michalik
Saarland: Saarbrücken Die Landesregierung hat vor dem Hintergrund einer abflachenden Corona-Infektionszahl im Saarland Beschränkungen gelockert. Folgende Regelungen gelten ab Montag:
Ausgangsbeschränkungen: Das Verlassen des Wohnraums wird grundsätzlich erlaubt. Ein triftiger Grund muss nicht mehr nachgewiesen werden.
 
Kontakte: Künftig ist es möglich, sich mit Familienmitgliedern, die nicht dem eigenen Haushalt angehören im öffentlichen und privaten Raum zu treffen. Auch mit Personen, die aus höchstens einem weiteren Haushalt kommen, sind Treffen erlaubt. Die Landesregierung rät dennoch, soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken.
 
Geschäfte: Die 800-Quadratmeter-Regelung gilt nun nicht mehr. Neue Vorgabe für Geschäfte ist künftig, dass sich auf 20 Quadratmeter Verkaufsfläche ein Kunde aufhalten kann. Damit dürfen nun alle Geschäfte öffnen, genauso auch Frisöre, Kosmetikstudios, Fußpflegepraxen, Piercing- und Tattoo-Studios. Die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten wird zurückgenommen.
 
Abstandsregeln: In Angleichung an andere Bundesländer wird sie im Saarland von zwei Meter auf 1,5 Meter verringert. Die Maskenpflicht bleibt bestehen.  
 
Bildung: Schulen sind für Prüfungen wieder geöffnet. Für die übrigen Schüler soll der Präsenzunterricht schrittweise beginnen. Volkshochschulen, Musik- und Kunsthochschulen können wieder öffnen.
 
Auch der Hochschulbetrieb für staatliche sowie private Hochschulen ist unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen gestattet.
Kinderbetreuung: Der Ausbau der Kita-Betreuung soll am 6. Mai besprochen werden.    
 
Kirchen: Gottesdienste und gemeinsame Gebete sind unter freiem Himmel, in Kirchen, Moscheen, Synagogen sowie in sonstigen Räumlichkeiten zulässig. Allerdings muss die Teilnehmerzahl begrenzt sein und die Abstandsregeln eingehalten werden.
 
Sport: Der Trainingsbetrieb von Individualsportarten im Breiten- und Freizeitbereich kann aber unter gewissen Voraussetzungen aufgenommen werden. Dazu gehört unter anderem die Ausübung an der frischen Luft im öffentlichen Raum, alleine oder in kleinen Gruppen von bis zu fünf Personen. Sporthallen, Sportplätze und Sportanlagen bleiben geschlossen. Für Berufssportler gibt es Ausnahmen. Schwimmbäder bleiben geschlossen.
 
Freizeit: Zoo-, Tierparks und ähnliche Einrichtungen mit einem weitläufigen parkähnlichen Charakter im Freien können wieder öffnen.
Kultur: Museen, Galerien, Autokinos können wieder öffnen.
 
Fahrschulen: Für den Pkw-Führerschein werden am Montag weitere Modalitäten besprochen. Berufskraft- und Motorradführerschein-Prüfungen sollen ermöglicht werden.
 
Deutsch-französischer Grenzverkehr: Schrittweise Erleichterungen auch im Zusammenhang mit den geplanten Lockerungen in Frankreich am 11. Mai.
 
Gastronomie: Mit allen Beteiligten ein Konzept erarbeitet werden, das eine Öffnung Ende des Monats ermöglicht. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) regt einen bundesweiten Rettungsschirm an, der auch für die Reise- und Tourismusbranche gelten soll.
 

Was nicht erlaubt ist: Betrieb von Hotelgewerbe, sexuelle Dienstleistungen, Reisebusreisen sowie der Betrieb von Sauna- und Badeanstalten, Wellnesszentren, Thermen, Kinos, Clubs und Diskotheken, Shishabars, Theatern, Opern, Konzerthäusern, Messen, Spezialmärkten, Swingerclubs, Vereinsräumen, Fitnessstudios, Tanzschulen, Freizeitparks, sonstigen Vergnügungsstätten sowie Jugendhäusern und ähnlichen Einrichtungen mit Ausnahme von sozialpädagogischen Einrichtungen.
 
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14.05.2020
 Sehr geehrte Damen und Herren, 
 
nahezu das gesamte öffentliche Leben in unserem Land wird derzeit von der Corona-Krise beherrscht. Von Anfang an hat die Landesregierung den Kampf gegen diese Pandemie entschlossen und offensiv aufgenommen. Gestern haben wir im saarländischen Landtag ein erstes Zwischenfazit gezogen und dabei festgestellt: Wir haben jederzeit die Menschen im Saarland über jeden Schritt der Pandemiebekämpfung informiert und all unsere Maßnahmen detailliert begründet. Und das Wichtigste: Wir haben das Infektionsgeschehen erheblich eingedämmt.
 
Mein ganz besonderer Dank gilt den Menschen im Saarland. Sie haben zu einem überwiegenden Teil bereits vor unseren Maßnahmen ihr Alltagsverhalten an die neue Gefahrenlage angepasst. Sie haben dann unsere Verfügungen akzeptiert. Mit Umsicht und Geduld haben sie auf Abstands- und Hygieneregeln geachtet und tun es bis heute. Dabei war und ist für uns immer klar: Wir greifen nur solange und soweit in die Grundrechte ein, wie es absolut notwendig ist; und Erleichterungen von unseren Maßnahmen müssen erfolgen, sobald die Infektionslage dies zulässt.
 
Allerdings: Wir werden die Kontaktbeschränkungen grundsätzlich weiter aufrecht halten müssen. Solange es keine Medizin und keine Impfung gegen das Coronavirus gibt, ist dies unsere einzige Möglichkeit, die Pandemie einzudämmen. Zudem betreiben wir – bei allen Erleichterungen – weiterhin Vorsorge für den Fall, dass sich die Infiziertenzahlen wieder erhöhen. Dazu gehört, dass wir so viel wie möglich testen und die Infektionsketten so gut wie möglich nachverfolgen.
 
Die Bekämpfung der Pandemie ist noch ein langer Weg, der von uns Geduld, Disziplin und äußerste Vorsicht abfordert. Die Lage ist und bleibt unverändert ernst – ungeachtet aller bisherigen Erfolge und trotz der beherzten Maßnahmen, die wir weiter ergreifen:
 
➜ Nach dem schnellen Schutzschirm für Selbständige und Unternehmen werden weitere Schritte notwendig sein, damit Wirtschaft und Gesellschaft den Weg aus der Krise heraus auf einen sozial ausgewogenen, nachhaltigen Wachstumspfad finden. Die Landesregierung wird deshalb ihre Strukturwandelinitiative dazu nutzen, um ein Konzept zu erarbeiten, wie die Wirtschaft wieder auf Kurs gebracht werden kann.
 
➜ Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass sie mit der Vereinbarkeit zwischen Kinderbetreuung und Beruf nicht allein gelassen werden. Deshalb hat der Ausbau der Notbetreuung bis hin zu einer vollständigen Öffnung der Kindertageseinrichtungen – unter Beachtung der Schutzvoraussetzungen – für uns eine hohe Priorität. Wir werden dabei stufenweise vorgehen. Schon in dieser Woche werden auf Antrag und unter der Beachtung der Hygienevorschriften Gruppen mit bis zu zehn Kindern möglich sein. Zudem erarbeiten das Gesundheitsministerium und das Bildungsministerium gemeinsam mit den Trägern ein Konzept, wie und wann wir in die nächste Stufe in den eingeschränkten Regelbetrieb bei den Kitas eintreten können. Geplant ist derzeit, dass dieser bis spätestens 1. Juni 2020 wiederaufgenommen werden soll, wenn die Infektionszahlen stabil bleiben. Außerdem ist unser Ziel, dass bis zu den Sommerferien alle Schülerinnen und Schüler in geeigneter Form wieder in die Schulen zurückkehren können.
 
Ich freue mich sehr, dass ab dem kommenden Wochenende deutliche Lockerungen der Grenzkontrollen erfolgen. Gleichzeitig setze ich mich weiter persönlich in Paris und Berlin für eine schnelle Rücknahme sämtlicher Einschränkungen und für die Einrichtung eines gemeinsamen Konzepts zur Bekämpfung der Pandemie in der Großregion ein.
Wir brauchen weiterhin einen langen Atem. Aber ich bin mir sicher: Gemeinsam werden wir auch die kommenden Herausforderungen meistern. Wir Saarländerinnen und Saarländer können Krise. Wir können Gemeinsamkeit. Darauf setzen wir in dieser ganz gewiss nicht leichten Situation.
 
Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weitergehen – ich freue mich über Ihre Unterstützung!

Regierungserklärung von Tobias Hans im Video.
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen



Tobias Hans
 
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06.05.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung
Die Spielplätze waren wegen der Anti-Corona-Regeln bundesweit gesperrt. Jetzt sind die ersten wieder freigegeben. Auch in Sulzbach .
Sulzbach: Die ersten Kinderspielplätze in der Stadt Sulzbach sind ab Mittwoch wieder geöffnet. Das teilt die Verwaltung mit. Die Plätze waren wegen der Anti-Corona-Regeln rund einen Monat lang geschlossen.
 
Anfang der Woche haben Mitarbeiter des Baubetriebshofes Bauzäune abgebaut, Flatterbänder eingerollt und Verbotsschilder eingesammelt. Diese sind jetzt durch Hinweise auf die Hygienebestimmungen ersetzt.
Außerdem sind die Gelände gereinigt und die Spielgeräte überprüft. „Wir öffnen erst die Spielplätze im Salinenpark in Sulzbach, in Neuweiler an der Weierwiesschule, in Hühnerfeld am Martin-Luther-Haus, in Altenwald im Röchlingpark, in Schnappach am Fritz-Zolnhofer-Platz und den Waldspielplatz an der Gantestraße in Brefeld“, sagte Bürgermeister Michael Adam. Im Laufe der Woche sollen alle anderen Spielplätze der Stadt öffnen. Adam zufolge war Anfang der Woche erst einmal ein Nutzungskonzept zu erstellen. Denn die Eröffnung sei nur unter besonderen Vorkehrungen möglich. Das Abstandsgebot gelte auch für die Kinder. Daher müsse das eine oder andere Spielgerät bei der Wiedereröffnung gesperrt werden oder von zwei Schaukeln eine leer bleiben, damit die Kinder einander nicht zu nahe kommen. Adam: „Wir setzen auf das Verantwortungsbewusstsein der Eltern, müssen die Spielplätze aber stichprobenartig kontrollieren.“
 
 
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05.05.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung
Sulzbach: Die Stadtwerke Sulzbach wollen durch Bauarbeiten die Versorgung der Bürger mit Strom und Gas sicherstellen. Außerdem schaffen sie Anschlüsse ans Glasfasernetz 
Sulzbach Die Stadtwerke Sulzbach versorgen ihre Kunden mit Strom, Gas und Wasser. Das soll auch in Zukunft zuverlässig klappen. Aus diesem Grund wird in der Grühlingstraße zwischen  Haus Nummer 46 und der Knappenstraße die Stromversorgung von den bisherigen Freileitungen über den Dächern  auf Erdkabel umgestellt.
Das erhöhe die Versorgungssicherheit und bringe den Anwohnern auch sonst viele Vorteile.
So schaffen die Stadtwerke Sulzbach nach eigenen Angaben für jedes Haus eine eigene Zugangsmöglichkeit zum Glasfasernetz.  Für die geplanten Arbeiten muss dem Unternehmen zufolge im Bereich Grühlingstraße/ Knappenstraße die Verkehrsführung geändert werden.
Außerdem erneuern die Stadtwerke Sulzbach in einem Teil der „Goldenen-Au-Straße“, also zwischen Hausnummer 28 und Hausnummer 33, die Hauptwasserleitung. Und in diesem Bereich verlegen die Stadtwerke eine Gashauptleitung. Dieser Ausbau der Netzes soll nach Angaben des Unternehmens die Versorgungssicherheit verbessern.
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02.05.2020
800qm Regel für Geschäfte entfällt

In der letzten Woche hat sich das Infektionsgeschehen merklich verlangsamt. Daher können nun vorsichtig einzelne Beschränkungen teilweise wieder aufgehoben werden. Maßgabe dabei bleibt, einzelne Beschränkungen mit Bedacht aufzuheben, sodass es nicht nochmals zu einem deutlichen Anstieg der Infektionen kommt. Mit Ablauf der aktuellen Allgemeinverfügung verabschiedete die saarländische Landesregierung heute am 02.05.2020 in einer außerordentlichen Sitzung des Ministerrates eine neue Allgemeinverfügung, die ab Montag den 4. Mai gültig ist und mit Ablauf des 17. Mai außer Kraft tritt.
 
Das Verlassen des eigenen Wohnraums wird zukünftig grundsätzlich erlaubt. Die Bürgerinnen und Bürger müssen dafür nun keinen triftigen Grund mehr nachweisen. Einzelverbote für bestimmte Handlungen können ausgesprochen werden, sofern dies aus Hygienegesichtspunkten und Pandemiegründen erforderlich ist.
 
Es ist künftig möglich, sich im öffentlichen und privaten Raum mit Familienmitgliedern, die nicht dem eigenen Haushalt angehören, zu treffen. Zusätzlich kann man sich nun mit Personen aus höchstens einem weiteren Haushalt treffen.  Weiterhin wird geraten, im Sinne der eigenen Sicherheit soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken.
 
Des Weiteren wird im Saarland in Angleichung an andere Bundesländer die Abstandsregelung von 2 Meter auf 1,5 Meter verringert. Die Maskenpflicht bleibt dabei bestehen. Besitzer von Ladenlokalen haben dafür Sorge zu tragen, dass sowohl Angestellte als auch Kunden Masken tragen.
 
Ansammlungen und Veranstaltungen sind weiterhin verboten. Versammlungen im Sinne des Versammlungsgesetzes sind zulässig, sofern sie unter freiem Himmel, als Standkundgebung und unter Einhaltung von besonderen infektionsschutzrechtlichen Auflagen der zuständigen Behörden sowie dem Mindestabstand stattfinden.
 
Die Größenbegrenzung von 800 Quadratmetern zur Öffnung von Einrichtungen, Anlagen und Betrieben entfällt. Stattdessen gilt ab sofort, dass pro 20 Quadratmeter der Gesamtfläche nur eine Person Zutritt hat. Bei Einhaltung des Mindestabstandes sind vier Kunden oder Besucher unabhängig von der Gesamtfläche stets zulässig. Damit dürfen nun alle Geschäfte öffnen, genauso auch Museen, Frisöre, Kosmetikstudios, Fußpflegepraxen, Piercing- und Tattoo-Studios.
 
Verboten bleiben der Betrieb von Hotelgewerbe, sexuelle Dienstleistungen, Reisebusreisen sowie der Betrieb von Sauna- und Badeanstalten, Wellnesszentren, Thermen, Kinos, Clubs und Diskotheken, Shishabars, Theatern, Opern, Konzerthäusern, Messen, Spezialmärkten, Swingerclubs, Vereinsräumen, Fitnessstudios, Tanzschulen, Freizeitparks, sonstigen Vergnügungsstätten sowie Jugendhäusern und ähnlichen Einrichtungen mit Ausnahme von sozialpädagogischen Einrichtungen. Eine Ausnahme von Kinos bilden die Autokinos. Hier besteht keine Infektionsgefahr durch räumliche Trennung der Besucher.
 
Die Regelungen für die Gastronomie bleiben bestehen; Abholung oder Lieferung von Speisen ist weiterhin erlaubt.
 
Spielplätze im Freien können unter Beachtung von infektionsschutzrechtlichen Auflagen der Ortspolizeibehörden und unter Beachtung besonderer Schutzvorkehrungen geöffnet werden. Die Entscheidung und Umsetzung liegt bei den Kommunen.
 
Der Betrieb von Sporthallen, Sportplätzen, Sportanlagen und Sporteinrichtungen und deren Nutzungen bleibt grundsätzlich untersagt. Der Trainingsbetrieb von Individualsportarten im Breiten- und Freizeitbereich kann aber unter gewissen Voraussetzungen aufgenommen werden. Dazu gehört unter anderem die Ausübung an der frischen Luft im öffentlichen Raum, alleine oder in kleinen Gruppen von bis zu fünf Personen. Für Berufssportler besteht weiterhin eine Ausnahme. 
 
Zoologische Gärten, Tierparks sowie ähnliche Einrichtungen mit einem weitläufigen parkähnlichen Charakter im Freien dürfen geöffnet werden. Gebäude (wie zum Beispiel Reptilienhäuser in Zoos) bleiben weiterhin für Besucher geschlossen. Die gebotenen Hygieneanforderungen müssen eingehalten und die Besucherzahlen begrenzt werden.
 
Gottesdienste und gemeinsame Gebete sind unter freiem Himmel, in Kirchen, Moscheen, Synagogen sowie in sonstigen Räumlichkeiten zulässig, sofern die Teilnehmerzahl begrenzt wird und die Abstandsregeln sowie die besonderen Schutz- und Hygieneregelungen gewährleistet sind.
 
Der Hochschulbetrieb für staatliche sowie private Hochschulen ist unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Berücksichtigung der Pandemiepläne der jeweiligen Hochschule gestattet. Bei der Durchführung des Lehrbetriebs sind Online-Angebote zu berücksichtigen. Auch der Fahrschulunterrichts ist unter Einhaltung der Hygieneanforderungen wieder zulässig.
 
 
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01.05.2020
 Seit Montag, 27. April, besteht für alle Bürgerinnen und Bürger im Saarland ab sechs Jahren im ÖPNV und beim Einkaufen die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung bzw. eine sogenannte Alltagsmaske zu tragen. Die Landesregierung hat über die Kommunen für alle Bürgerinnen und Bürger solche Mund- Nasen-Schutzmasken zur Verfügung gestellt.
Ziel dieser Masken ist nicht der Schutz des Trägers vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, sondern die Vermeidung der Weitergabe an andere Personen. Die Mund-Nasen-Schutzmasken verhindern, dass beim Husten, Niesen und auch beim Sprechen Speicheltröpfchen großflächig verteilt werden.
Das ist zu beachten:
Waschen Sie sich vor dem Anlegen einer Mund-Nasen-Bedeckung gründlich die Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
 
Achten Sie beim Aufsetzen darauf, dass Nase und Mund bis zum Kinn abgedeckt sind und die Mund-Nasen-Bedeckung an den Rändern möglichst eng anliegt.
 
Wechseln Sie die Mund-Nasen-Bedeckung spätestens dann, wenn sie durch die Atemluft durchfeuchtet ist. Denn dann können sich zusätzliche Keime ansiedeln.
 
Vermeiden Sie, während des Tragens die Mund-Nasen-Bedeckung anzufassen und zu verschieben.
 
Berühren Sie beim Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung möglichst nicht die Außenseiten, da sich hier Erreger befinden können. Greifen Sie die seitlichen Laschen oder Schnüre und legen Sie die Mund-Nasen-Bedeckung vorsichtig ab.
 
Waschen Sie sich nach dem Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung gründlich die Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
 
Die Masken können mehrfach für einen kürzeren Zeitraum genutzt werden. Sie sind nicht für den dauerhaften Gebrauch gedacht.
 
Nach der Verwendung sollte die Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Waschen luftdicht (z.B. in einem separaten Beutel) aufbewahrt oder am besten sofort bei 60° bis 95°C gewaschen werden.
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22.04.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung Martin Rolshausen
Saarbrücken/Völklingen/Sulzbach Ausleihe in Saarbrücken und Sulzbach bald wieder möglich. Völklingen wartet noch ab.
Als das Virus kam, wurden im Regionalverband auch die Schatzkammern geschlossen. Zumindest in Saarbücken und Sulzbach sollen sie in den kommenden Tagen wieder geöffnet werden. Das teilten die jeweiligen Stadtverwaltungen auf Anfrage mit.
 
Die Saarbrücker Stadtbibliothek neben dem Rathaus St. Johann wird ihr Angebot ab Dienstag, 28. April, stufenweise wieder zur Verfügung stellen, sagt Saarbrückens Stadtpressesprecher Thomas Blug. Zunächst werde an diesem Tag die Bücherschleuse öffnen. Bücher, Filme und Spiele können telefonisch oder über das Medienreservierungsformular online bestellt werden. Die Sachen können dann ohne Kontakt zum Bibliothekspersonal im Eingangsbereich der Bücherei abgeholt werden. Pro Bibliotheksausweis können so zehn Medien ausgeliehen werden. Die Ausgabe ist von 11 bis 17 Uhr. Die Rückgabe läuft weiterhin über den Rückgabeautomaten.
 
 Voraussichtlich ab Dienstag, 5. Mai, öffnet die Stadtbibliothek „unter bestimmten Auflagen wieder für den Publikumsverkehr“, teilt Blug mit. „Die Auflagen dienen dazu, den Zugang von Besuchern zu steuern und sowohl deren Gesundheit als auch die der Mitarbeiter bestmöglich zu schützen“, erklärt er. In der Bibliothek dürfen sich daher höchstens 50 Personen aufhalten. Maximal zwei Personen dürfen zusammen eintreten, Kinder bis zwölf Jahre nur in Begleitung eines Erwachsenen. Besucher werden gebeten, beim Betreten der Räume einen Mundschutz anzulegen und sich so kurz wie möglich in der Bibliothek aufzuhalten. Abstände müssen eingehalten werden. Die Öffnungszeiten werden für diese Phase erstmal auf 11 bis 17 Uhr verkürzt.
 
Die Stadtbibliothek Sulzbach wird „voraussichtlich im Laufe dieser Woche am Donnerstag wieder ihre Pforten öffnen“, teilt Stadtverwaltung mit. Das sei die gute Nachricht. „Die schlechte Nachricht: Die schrittweise Öffnung der Bibliothek erfolgt unter strengen Auflagen. Von einem Normalbetrieb ist von daher für längere Zeit noch nicht auszugehen“, heißt es weiter.
 
Dass man noch nicht genau sagen kann, wann die Bibliothek öffnet, „hängt an den Vorschriften“, sagt Stadtsprecher Elmar Müller. Vor allem die Sache mit dem Spuckschutz sei noch nicht geklärt. Dazu brauche man Plexiglas, und das sei „gerade schwer zu bekommen“, sagt Müller. Man werde die Öffentlichkeit informieren, sobald der Öffnungstermin feststeht.
      
 
Die Stadtbibliothek in Völklingen wird trotz der neuen Verordnungen zur Wiedereröffnung von Bibliotheken geschlossen bleiben. Dies geschehe zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Um dennoch eine Bücher- und Medienausleihe zu ermöglichen, hat die Stadtbibliothek einen Lieferservice eingerichtet.
 
Dienstags und donnerstags zwischen 10 und 12 Uhr nehmen die Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek Bestellungen telefonisch entgegen. Auch über die Internetseite beziehungsweise per E-Mail können Interessierte ab sofort Bücher und Medien bestellen und liefern lassen. Bei Bestellungen über Telefon oder E-Mail sollte die Nummer des Bibliotheksausweises immer mit angegeben werden. Bis Ende Juli kann zudem ein neuer Bibliotheksausweis kostenfrei beantragt werden.     
Die Lieferung der bestellten Bücher und Medien erfolgt kontaktlos in einer Medientasche. Über eine Medienklappe bei der Stadtbibliothek können ab kommender Woche ausgeliehene Bücher zurückgegeben werden. „Unser Service gilt vorerst bis zum 17. Mai“, sagt die zuständige Fachdienstleiterin Jenny Ungericht.
Völklingens Oberbürgermeisterin Christiane Blatt hat zudem eine Kooperation mit den Stadtwerken hergestellt. Diese stellen für das Projekt eines ihrer Elektroautos zur Verfügung, sodass die Lieferung der bestellten Bücher „leise, energieeffizient und lokal-emissionsfrei durch Völklingen“, erfolgt.
Bestellung können bei der Stadtbibliothek Völklingen über Telefon (0 68 98) 13 24 33, per E-Mail an stadtbibliothek@voelklingen.de oder über www.bibliothek.voelklingen.de im Internet gemacht werden.
 
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18.03.2020
 Sulzbach Das Rathaus und seine Nebenstellen der Stadtverwaltung sind bis auf Weiteres für die Bürgerinnen und Bürger geschlossen. Die Verwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger darum, ihre Anliegen telefonisch vorzutragen.
Bei unaufschiebbaren Anliegen an eine städtische Dienststelle, die eine persönliche Vorsprache zwingend erfordern, sollen die Bürgerinnen und Bürger unter Tel. (06897) /508-0 einen Termin vereinbaren.
 
 
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