Neuigkeiten
21.01.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung
 Sulzbach Zur Nacht der offenen Tür am Freitag, 31. Januar, lädt das Theodor-Heuss-Gymnasium ein, und zwar Schüler der vierten Klassen, die nach den Sommerferien zum Gymnasium wechseln wollen, und deren Eltern.
Nach einem musikalischen Auftakt der Bläser-AG um 17 Uhr können Gäste die Schule und ihre Angebote kennenlernen. In  „Ateliers“ zum Zuschauen und Mitmachen kann man „Biologie (er)leben“, bei „Akrobatik und Parcours“ sportlich aktiv werden, die Faszination der Fächer Chemie und Physik in Experimenten erleben, im Informatiksaal Computerspiele programmieren, im Atelier „Theater“ das Schattenspiel „Das Neinhorn“ live erleben und seine kreativen Fähigkeiten im „Kunst: Mitmach-Atelier“ beweisen. Da im Schuljahr 2020/21 am THG die zweite Bandklasse startet, wird es im Musiksaal ein „Instrumentenkarussell“ geben, wo man Instrumente wie E-Gitarre, Keyboard, E-Bass und Schlagzeug ausprobieren kann. In der Bibliothek können die Gäste einer Lesung lauschen, die AG Mediation und der Sanitätsdienst präsentieren sich im Atelier „Helfen macht glücklich“. Das Atelier „Welt der Sprachen“ stellt die am THG angebotenen Sprachen Französisch, Englisch, Spanisch und Latein in den Mittelpunkt. Bei Schulführungen von Eltern für Eltern um 17.15 Uhr und um 18.15 Uhr können die Teilnehmer die Schule besichtigen.
 
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21.01.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung
Saarbrücken Rund 300 Patienten im Saarland rufen täglich die ärztliche Notruf-Nummer 116117 an, die seit Jahresbeginn rund um die Uhr geschaltet ist. Wie die Kassenärztliche Vereinigung mitteilt, gibt es für den Service auch eine entsprechende App.
Seit Jahresbeginn haben 5261 Patienten im Saarland die ärztliche Notruf-Nummer 116117 im Saarland angerufen, wo sie von Mitarbeitern an die für sie richtigen Stellen - etwa Bereitschaftsdientspraxen, geöffnete Arztpraxen oder in akuten Notfällen auch an den Rettungsdienst - weiter vermittelt wurden. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung Saarland mit. Der Start des neuen Services sei reibungslos verlaufen: Im Schnitt riefen täglich knapp 300 Personen die neue Rufnummer 116 117 an.
Seit Januar 2020 können sich Patienten jederzeit an die Notruf-Nummer 116117 wenden (wir berichteten). Davor war der Service nur in den sprechstundenfreien Zeiten, wenn die Arztpraxen üblicherweise geschlossen sind, erreichbar. Seit Januar gilt die Nummer auch für den HNO-, Kinder- und Augenärztlichen Notdienst, die zuvor eigene Notruf-Nummern hatten.
Über die 116117 kann auch das Serviceangebot der Terminservicestelle genutzt werden. Diese hilft Patienten bei der Suche nach einem Facharzttermin. Wer eine dringliche Überweisung zu einem Facharzt hat, einen Termin bei Augen-, Frauen-, Haus- und Kinderärzten benötigt, kann die Servicerufnummer wählen. Der Service gilt auch für Patienten, die zeitnah eine psychotherapeutische Sprechstunde benötigen.      
Wer sich lediglich über die Öffnungszeiten der Bereitschaftsdienstpraxen informieren möchte, oder eine Arztpraxis in der Nähe sucht, kann auch die kostenfreie 116117 App nutzen, die im App Store und im Google Play Store verfügbar ist, und die eine gezielte Steuerung übernimmt. Ebenso wird dieser Service über die Homepage www.116117.de angeboten.
 
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19.01.2020
Sulzbach: Seit 2012 ist Dieter Morsch Versichertenältester der Deutschen Rentenversicherung Saarland. Bei den Sozialwahlen in diesem Jahr wurde er für weitere sechs Jahre wiedergewählt. Seit Dezember 2018 bietet Dieter Morsch einmal im Monat, jeweils am ersten Donnerstag eines Monats, eine Sprechstunde im Sulzbacher Rathaus an. Nächster Termin ist am Donnerstag, 6. Februar, von 16 bis 18 Uhr, Zimmer 104 im Rathaus.


Terminvereinbarungen können mit Herrn Morsch unter Telefon 06897/ 840800 gemacht werden. Per Mail ist Herr Morsch ebenfalls erreichbar:

d.morsch-rente@t-online.de
 
Der Versichertenälteste Dieter Morsch ist ehrenamtlich tätig. Er beantwortet alle Fragen rund um die Rentenversicherung. Er nimmt Anträge auf und lässt beim zuständigen Rentenversicherungsträger den gegenwärtigen Rentenanspruch berechnen. Er kennt die Probleme der Versicherten ganz genau und ist für die Beantwortung aller Fragen geschult
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15.01.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung Von Marcus Kalmes
Sulzbach Die Nachricht schlug bei den Sulzbacher Narren ein wie eine Bombe: Die größte Fastnachtsveranstaltung der Stadt fällt aus. 
Zu der Fete kamen bis zu 700 Faasebooze. Organisator war seit 20 Jahren die Freiwillige Feuerwehr. Der Grund der Absage: Die Einsatzkräfte sind überlastet.      
„Wir bitten um euer Verständnis.“ Mit diesen Worten wendet sich die Sulzbacher Feuerwehr an die Bevölkerung. Die Einsatzkräfte haben schweren Herzens eine Entscheidung treffen müssen: Sie haben ihr beliebtes Fastnachtstreiben im Gerätehaus abgesagt. Die Fete des Löschbezirks Stadtmitte an Fastnachtssamstag mit ihrem umfangreichen Rahmenprogramm lockte immer mehr Besucher an. Zuletzt waren es mehr als 700. Viele Vereine aus der Region schickten Garden, Männerballetts oder Musikgruppen für das Bühnenprogramm. Die Veranstaltung der Feuerwehr, die 2019 zum 20. Mal gefeiert wurde, entwickelte sich zur größten Karnevalsfete in der Stadt Sulzbach.
 
„Leider müssen wir euch mitteilen, dass unsere traditionelle Fastnachtsveranstaltung an Faschingssamstag in diesem Jahr nicht stattfinden wird“, schreibt die Wehr bei Facebook. Ihr Pressesprecher Patrik Wagner sagt auf SZ-Anfrage zum Grund für die Absage: „Seit Jahren steigen die Einsatzzahlen. Im abgelaufenen Jahr verzeichneten wir mit 130 Einsätzen allein im Löschbezirk Stadtmitte einen neuen Höhepunkt.“ Die Vorbereitung der Veranstaltung beginnt laut Wagner ein halbes Jahr vor Fastnacht. Diesmal hatten die Einsatzkräfte kaum Zeit dafür. Deshalb teilt die Wehr mit: „Da wir euch keine improvisierte Veranstaltung bieten wollen, haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, unsere Faschingsparty für ein Jahr ruhen zu lassen.“
Bei der Fastnachtsfete der Sulzbacher Feuerwehr platzte das
Bei der Fastnachtsfete der Sulzbacher Feuerwehr platzte das Gerätehaus regelmäßig aus allen Nähten - nicht nur wegen der Auftritte der Männerballette. Foto: Feuerwehr Sulzbach
 
Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam erklärt auf SZ-Anfrage: „Ich bedauere es sehr, dass der Löschbezirk Stadtmitte unserer Feuerwehr das närrische Treiben am Fastnachtssamstag im Gerätehaus abgesagt hat.“ Und der Verwaltungschef, der Kraft seines Amtes Chef der Wehr ist, ergänzt: „Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt und ist mit ihrem attraktiven Programm zu einem Highlight der närrischen Tage in unserer Stadt geworden.“ Doch der Aufwand für die Fastnachtsfete ist zu hoch geworden, sagt Wagner. Zu den vielen Einsätzen kämen wöchentliche Ausbildungsdienste und zeitintensive Arbeiten und Wartungen sowie Pflege der Fahrzeuge und Ausrüstung. Darüber hinaus nehme die Arbeit in den Fachbereichen und der Verwaltungsaufwand immer mehr zusätzliche Zeit in Anspruch. Viele tausend Stunden kämen so jährlich zusammen. Nicht zuletzt gingen die Wehrleute noch ihrem Berufs- und Familienleben nach. Die Faschingsveranstaltung belaste die Mitglieder des Löschbezirks zusätzlich durch wochenlange Vorbereitungen. Das alles sei nun zuviel für die Lebensretter geworden.
 
Die Absage in diesem Jahr soll aber nicht das Ende des traditionellen Fastnachtstreibens im Gerätehaus in der Straße Im Hessenland sein. 2021 soll die Veranstaltung mit einem neuen Konzept wieder stattfinden. „Das aktuelle Jahr möchten wir zum Krafttanken nutzen und im nächsten Jahr mit neuem Konzept und neuen Ideen an Fasching durchstarten“, erklärt Wagner, der noch keine Details zum neuen Konzept verraten möchte. Jedenfalls sagt Bürgermeister Adam mit Blick auf die größte Fastnachtsfete der Stadt: „Ich hoffe, dass die Sulzbacher Wehr nach ,der schöpferischen Pause’ in diesem Jahr 2021 die Veranstaltung wieder organisieren wird.“
 
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11.01.2020
 Neuweiler: Die Hofer Christdemokraten nutzten auch in diesem Jahr die Zeit zwischen den Jahren um das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen. Neben vielen Gästen aus Neuweiler und Umgebung konnte der Ortsvorsitzende Uwe Frank die Finanzstaatssekretärin des Saarlandes, Anja Wagner-Scheid begrüßen, die vor Jahren ein Praktikum in der Einrichtung gemacht hat und nun Schirmherrin der Veranstaltung war. Mit Bürgermeister Michael Adam und dem Fraktionsvorsitzenden der CDU in der Regionalversammlung, Norbert Moy waren viele Vertreter aus Politik und Vereinsleben gekommen um die Gelegenheit zum Gespräch zu nutzen.
„Ein besonderer Dank gilt den Helfern, die diese schöne Feier ermöglichen und natürlich den Gästen, die es mit Leben erfüllen,“ freut sich Uwe Frank und ergänzt, „wir Hofer Christdemokraten wollen gemeinsam mit den Bürgern Neuweiler voranbringen. Gelegenheiten wie diese ermöglichen den Austausch in gemütlicher Atmosphäre.“ Für Speis‘ und Trank war einmal mehr gesorgt und so konnten die Gäste gemeinsam einen schönen Abend verbringen.
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11.01.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung Von Melanie Mai
 Übers Telefon versuchen Betrüger derzeit wieder ihr Glück
Einmal wurde vorgetäuscht, der Enkel eines angerufenen 80-jährigen Mannes aus Nohfelden zu sein, der dringend einen Geldbetrag von 4000 Euro zum Kauf einer Eigentumswohnung benötige. Das Gespräch begann mit den Worten: „Weißt Du nicht, wer dran ist?“ Nach couragierten Rückfragen des 80-Jährigen wurde das Telefongespräch abrupt beendet. In einem anderen Fall hat ein vermeintlicher Polizist bei einer 78-jährigen Frau aus Wadern angerufen und mitgeteilt, dass bei einem Einbruch ein Hinweis auf ihre Adresse gefunden worden sei. Es sei nicht ausgeschlossen, dass künftig auch bei ihr eingebrochen werde. Ihre Wertsachen, wie Schmuck und Bargeld, könne sie dem anrufenden Polizisten jedoch aushändigen, sodass diese in Sicherheit wären. Nachdem die 78-Jährige erwähnte, dass sie bei der Polizei zuerst nachfragen wolle, ob dies alles seine Richtigkeit hat, beendete der Anrufer auch in diesem Fall das Gespräch. Die Polizei rät, nicht auf die Aufforderungen und Versprechen solcher dreisten Telefonbetrüger einzugehen und die Gespräche sofort zu beenden. Außerdem sollen die Betroffenen den Vorfall umgehend der Polizei melden.
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08.01.2020
 Sulzbach: In der letzten Sitzung dieses Jahres hat der Sulzbacher Stadtrat mehrheitlich, bei 21 Ja- und acht Nein-Stimmen sowie drei Enthaltungen, dem von der Verwaltung vorgelegten Haushaltsentwurf für 2020 zugestimmt. Der Plan sieht ein Defizit von rund 3,5 Millionen Euro vor. Rechnet man aus dieser Summe die Abschreibungen, die nicht zahlungswirksam werden raus, sind es sogar „nur“ 2,4 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr kalkuliert der Kämmerer mit acht Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen, eine Million mehr als in 2019. Die Schlüsselzuweisungen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs - im Vorjahr waren es rund 3,7 Millionen Euro - gehen um 300.000 Euro zurück.  Auf der anderen Seite steigt die Regionalverbandsumlage um 600.000 Euro auf rund 10,7 Millionen.
 
Der Aufwand für Sach- und Dienstleistungen steigt von 4,7 auf 5,2 Millionen Euro. Die Personalkosten gehen ebenfalls nach oben und zwar um rund 150.000 und betragen nun 7,6 Millionen Euro.
 
Im Verwaltungshaushalt sind für die Unterhaltung von Straßen 525.000 Euro vorgesehen und 100.000 für die Gehwege. Für den ÖPNV gibt die Stadt im nächsten Jahr 810.000 Euro aus. Die 2016 begonnene Sanierung der Kinderspielplätze in der Stadt wird auch 2020 fortgeführt. Vorgesehen sind hierfür 90.000 Euro - 70.000 für neue Geräte und 20.000 für Unterhaltungsmaßnahmen. Im Haushalt stehen zudem 50.000 Euro an Zuschüssen für die Sulzbacher Vereine.
 
In 2020 sind Investitionen von rund 3 Millionen Euro geplant. Diese werden zum größten Teil finanziert über Zuwendungen und Sonder- sowie Investitionskredite. 433.000 Euro sollen in die Sanierung der Halle im Sportzentrum Mellin gesteckt werden. 300.000 sind eingestellt für den Abriss der Blaufabrik. Im Rahmen des Digitalpaktes Saar sind für die beiden Grundschulen rund 290.000 Euro geplant. Für den Radweg in Neuweiler zwischen St. Anna und der L 250 sind 120.000 Euro vorgesehen.  Weiter geht auch der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen. Rund 750.000 Euro stehen dafür im Haushalt. Auch in die Feuerwehr investiert die Stadt im nächsten Jahr wieder. Für einen neuen Mannschaftswagen,  Atemschutzgeräte und weitere Ausrüstungsgegenstände sind rund 60.000 Euro veranschlagt. Für die Anschaffung von Urnenstelen auf den Friedhöfen in Altenwald, Neuweiler und Sulzbach sind 77.000 Euro vorgesehen.
 
In der Sitzung wurde die Grundsteuer B von 380 auf den Landesdurchschnitt von 439 Prozent angehoben. Das bringt Mehreinnahmen von rund 290.000 Euro. Der Gewerbesteuersatz bleibt bei 430 Prozent. Ebenfalls angehoben wurden die Abwassergebühren. Ein Kubikmeter Schmutzwasser kostet 3,18 Euro, beim Niederschlagswasser sind es 0,80 Euro. Bürgermeister Michael Adam wies darauf hin, dass es in den vergangenen Jahren immer gelungen sei, das Ist-Ergebnis gegenüber den Planzahlen zu verbessern. So habe die Stadt in 2017 trotz eines geplanten Defizits einen Überschuss von 2,9 Millionen erzielt und in 2018 nur ein leichtes Minus von 400.000 Euro. Auch wenn 2019 noch nicht abgerechnet sei, so deute sich auch hier eine Verbesserung gegenüber dem Entwurf an. Adam betonte:
 
„Nach der Berechnungsmethode des Ministeriums liegen wir bei diesem Haushaltsentwurf mit Euro 267.000 über dem vorgegebenen Betrag, so dass wir mit einer Haushaltsgenehmigung rechnen dürfen.“
 
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08.01.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung Von Alexander Manderscheid
Sulzbach Sulzbach krempelt auch 2020 die Ärmel hoch. Die Rede von Bürgermeister Michael Adam beim Neujahrsempfang drehte sich um die Straßen, Kitas, Schulen und ein Sportzentrum.
Vor mehreren hundert geladenen Gästen hat Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam (CDU) beim Neujahrsempfang seiner Stadt am Freitagabend ausblicken lassen, womit es denn im neuen Jahr vorangehen soll. Einer der Knackpunkte waren dabei die Straßen, für die die Stadt zur Pflege und Sanierung 525 000 Euro ausgeben will, dazu kommen noch 100 000 Euro für Gehwege. Die 2016 begonnene Sanierung der Kinderspielplätze in der Stadt werde auch 2020 fortgeführt. Vorgesehen seien hierfür 90 000 Euro – 70 000 für neue Geräte und 20 000 für Unterhaltungsmaßnahmen. Weiter gehe es in diesem Jahr auch mit dem Umbau und der Erweiterung der Pestalozzischule in Neuweiler zu einer modernen und zeitgemäßen Kita. Die Sanierung des Sportzentrums Mellin soll ebenfalls fortgesetzt werden. Und an der Waldschule in Altenwald soll neben den Fenstern und Dächern auch die Fassade erneuert werden. Außerdem kündigte Adam verstärkte Kontrollen an, um gegen illegale Müllablagerungen vorzugehen.
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01.01.2020
 SULZBACH: Traditionell findet am Freitag, 3. Januar um 18.30 Uhr der Neujahrsempfang der Stadt Sulzbach in der AULA, Gärtnerstraße 12, statt. Dies gibt sowohl Gelegenheit zur Rückschau auf Vergangenes, als auch soll es den Blick auf Zukünftiges richten. Gemeinsam möchte man Bilanz über die Errungenschaften der Stadt in den letzten Jahren Bilanz ziehen und in den Begegnungen soll Raum sein für gute Unterhaltungen und Geselligkeit.
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01.01.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung
Saarbrücken Ministerpräsident Tobias Hans setzt in seiner Neujahrsansprache auf die Zukunftstechnologien, um den Strukturwandel zu schaffen.
Traditionsgemäß geht der saarländische Regierungschef in seiner Neujahrsansprache auf die Herausforderungen für das Land im kommenden Jahr ein. Wir drucken die Neujahrsansprache des Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU), die an Silvester im SR ausgestrahlt wird:
„Liebe Saarländerinnen und Saarländer, in wenigen Stunden neigt sich das Jahr dem Ende zu und ein neues Jahr beginnt. Für viele von uns ist dies ein Moment des Rückblicks, des Innehaltens, aber auch des Ausblicks in die Zukunft. Das Jahr 2019 hat uns nochmal gezeigt: Wir leben in einer Welt großer Herausforderungen. Zum zweiten Mal in Folge haben wir einen besonders heißen, einen besonders trockenen Sommer erlebt. Gerade junge Menschen sorgen sich um die Erwärmung unseres Planeten und sie zeigen unermüdlich durch ihren Protest auf den Straßen, dass sie etwas verändern wollen. Das ist ihr gutes Recht. Wir sollten froh sein, dass sie von diesem Recht Gebrauch machen. Denn damit füllen sie unsere freiheitlich demokratische Verfassung mit Leben.
 
Diese, unsere Verfassung, unser Grundgesetz, feierte im Jahr 2019 das 70-jährige Bestehen. Sieben Jahrzehnte lang hat sich unser Grundgesetz bewährt. Es hat für Frieden, Freiheit und Wohlstand gesorgt. Bewährt hat sich unser Grundgesetz auch vor 30 Jahren, als die Bürgerinnen und Bürger der DDR mutig auf die Straße gegangen sind und auch unter Inkaufname persönlicher Risiken den Fall der Mauer herbeigeführt haben. Dafür können wir ihnen heute noch zu Dank verpflichtet sein. Ob es unser Grundgesetz ist oder der Fall der Mauer vor 30 Jahren, beides hat gezeigt, Freiheit und Demokratie üben eine überragende Faszination auf die Menschen aus.   
 
Und viel ist in diesem Jahr davon gesprochen worden, dass sich Demokratie auf dem Rückzug befindet. Wir haben gehört, wie in der Türkei, in Russland, in China autoritäre Kräfte Raum greifen. Auch in unseren westlichen Ländern haben wir gesehen, wie neue Kräfte entstehen, die unsere demokratische Grundordnung, die Art und Weise wie wir zusammenleben, vor neue Herausforderungen stellen. All das müssen wir ernst nehmen. Aber ich glaube fest daran, dass sich am Ende Freiheit und Demokratie durchsetzen werden.
 
Denn wir haben erlebt, wie der Wiederstand in der Türkei und Russland stärker wird, er wächst. Wir haben gesehen, wie im Iran zum Beispiel, sich die Menschen gegen das Regime der Mullahs stellen und wir haben gesehen, wie die Bevölkerung von Hongkong dem Zentralregime die Stirn bietet. Und ja, gerade in Saudi-Arabien, da sind es die Frauen, die sich ihre Rechte zurückerobern und überall in der Welt wird gegen Missstände, gegen Missmanagement und auch gegen Korruption gekämpft. Das zeigt, der Kampf für die Demokratie, er geht weiter. Und das gibt mir Mut und Zuversicht für das kommende Jahr.
Immer dann, wenn Menschen in Not und Armut leben, ist Demokratie in Gefahr und auch unser Wohlstand, er ist nicht selbstverständlich. Wir müssen unseren Wohlstand Tag für Tag neu erarbeiten und das fordert von uns, dass wir schon heute die Weichen stellen für Arbeit und Wertschöpfung von morgen.
 
Deshalb arbeiten wir in der Landesregierung hart daran, dafür zu sorgen, dass unsere Industrie auch zukünftig gut aufgestellt ist. Denn besonders im letzten Jahr haben wir doch gesehen, wie unsere Industrie unter Druck gerät. Wir wollen im Saarland für jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen, wir wollen eine klimafreundliche Stahlindustrie schaffen, dafür brauchen wir aber auch Hilfe des Bundes. Wenn wir klimafreundliche Stahlproduktion mit Wertschöpfung verbinden wollen, dann muss das eine nationale Aufgabe werden. Und wir dürfen uns auch nichts vormachen, die Krise in der Automobilindustrie, sie geht nicht spurlos an dem Saarland vorbei. Deshalb müssen wir ganz vorne mit dabei sein, wenn es um Zukunftstechnologien, gerade im Bereich des Automobils, geht. Und unsere Anstrengungen in diesem Zusammenhang, sie tragen erste Früchte. So gab es zum Beispiel die Ansiedlung des US-amerikanischen Unternehmens Symantec, wir haben erlebt, dass ZF ein Forschungslabor für Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit hier im Saarland eröffnet hat, und dass das neue Bundesinstitut für Sicherheit in der Informationstechnik hierher ins Saarland mit einer Außenstelle kommt – das zeigt: Wir haben Potenzial, wir haben große Chancen auch diesen nächsten großen Strukturwandel für uns bestreiten zu können.          
 
Liebe Saarländerinnen und Saarländer, am 10. Januar steht uns ein großes Jubiläum ins Haus. Vor 100  Jahren wurde das Saargebiet geschaffen und damit zum ersten Mal auch ein territoriales Gebiet, das die Saarländerinnen und Saarländer beherbergt hat. Es ist aber nicht nur ein Jubiläum für dieses Gebiet, das ist auch die Geburtsstunde der Saarländerinnen und Saarländer. Und die hundert Jahre seither, sie haben den Saarländerinnen und Saarländer nun wirklich viel abverlangt. Sie haben sie aber auch zusammengeschweißt. In keinem anderen Bundesland wird daher Solidarität, Zusammenleben und Gemeinwohl so großgeschrieben wie bei uns im Saarland. Ich konnte das in diesem Jahr nochmal erleben, als ich in vielen Gesprächen mit Ehrenamtlichen bei Vereinen, Verbänden und Institutionen war. Und gesehen habe, wie sich die Menschen einsetzen für unser Land. Das ist etwas Besonderes, darauf können wir stolz sein und es gibt uns auch Kraft, die Aufgaben der Zukunft anzupacken.
 
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