Presse
13.04.2017, 11:04 Uhr
Feste Betreuungskräfte statt Einzelintegrationshilfen an Schulen
Regionalverband, Stadt und Land starten neue Lösung für Inklusion an Schulen
Das Jugendamt des Regionalverbandes leistet derzeit in rund 240 Fällen Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche in Form von Integrationshelfern in Schulklassen. Ab 1. Februar sollen an acht ausgewählten Schulen diese bisherigen Einzelintegrationshilfen durch fest an der Schule verankerte Betreuungskräfte ersetzt werden. Der Regionalverband hat deshalb zusammen mit dem Bildungsministerium, der Landeshauptstadt sowie mehreren freien Trägern sogenannte "Infrastrukturangebote zur Teilhabesicherung" an acht Standorten entwickelt.

 

Seit 2004 haben sich die Fallzahlen des Jugendamtes in diesem Bereich um das zwanzigfache erhöht. Durch die neue Lösung möchte der Regionalverband die Inklusion an Schulen dahingehend verändern, dass das Kind nicht mehr seine individuelle Hilfsperson mitbringen muss, sondern diese Teilhabeunterstützung in der Schule bereits vorhanden ist. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo: „Nach der bisherigen Regelung kann es passieren, dass in einer Klasse neben den 20 Kindern auch noch vier erwachsene Integrationshelfer sitzen. Mit dem neuen Modell werden an den acht ausgewählten Schulen zukünftig fest beschäftigte Betreuungskräfte bereitstehen. Dadurch werden wir die Betreuung verbessern, Teilhabe erleichtern, Bürokratie abbauen und die Kostensteigerung bremsen.“ Das Gesamtbudget für die Betreuungsteams an den acht Schulen beläuft sich auf 645.000 Euro und kann durch den Wegfall der über 50 Einzelfallhilfen vollständig refinanziert werden.

 

Bildungsminister Ulrich Commerçon: „Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem Projekt neue Wege in der Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe erproben und in den schulischen Förderkonzepten verankern können. Die Versorgung im Einzelfall ist durch die geplante Ausgestaltung gesichert und der Präventionsgedanke wird gestärkt.“

Bei sechs der acht Standorte handelt es sich um Grundschulen der Landeshauptstadt Saarbrücken. Bildungsdezernent Thomas Brück: „Wir freuen uns, dass ein Teil unserer städtischen Grundschulen in Saarbrücken von der neuen Lösung profitieren kann. Es wird der Atmosphäre in den Klassen gut tun, wenn sich die Schülerinnen und Schüler, die individuelle Unterstützung brauchen, auf eine feste Bezugsperson konzentrieren können.“

Die Betreuungsteams werden zum 1. Februar an den sechs Saarbrücker Grundschulen Dellengarten, Ordensgut, Folsterhöhe, Füllengarten, Weyersberg und Rastpfuhl sowie an der Sulzbacher Mellinschule und der Gemeinschaftsschule Saarbrücken-Bellevue eingerichtet. Als Träger sind das Jugendhilfezentrum der Landeshauptstadt, Miteinander leben lernen, der Arbeiter-Samariter-Bund, die AWO und die Lebenshilfen Saarbrücken und Dudweiler mit im Boot.

 


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