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01.01.2018, 17:53 Uhr
Konzeption Das Zukunftskonzept der Stadt Sulzbach
Bericht Saarbruecker Zeitung Von Michèle Hartmann
Sulzbach. Bürgermeister Michael Adam hat eine Neuausrichtung der städtischen Gesellschaften angekündigt. Und der Stadtrat hat zugestimmt.

Die „Zukunftskonzeption zu den städtischen Gesellschaften“ von Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam (CDU) hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung mehrheitlich - gegen die Stimmen der SPD - durchgewunken. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurde somit dem Verwaltungschef eine Generalvollmacht erteilt zur Umsetzung neuer Strukturen. Beschlossen ist damit, dass der jetzige Geschäftsführer der Stadtwerke, Jürgen Haas (CDU), auch Chef der städtischen KDI GmbH (Kommunale Dienstleistungs-Gesellschaft) werden soll. In diesem Zusammenhang sollen der KDI und ihrem zukünftigen Chef fast alle Aufgaben der städtischen SGA (Sulzbacher Gewerbeansiedlungsgesellschaft) übertragen werden, sodass letztgenannte Gesellschaft nur noch für die Förderung der Stadtentwicklung sowie für die Erschließung und Vermarktung von Gewerbeflächen zuständig ist. Manch ein städtischer Bediensteter nennt die SGA eine „Hülse“ oder ein „Phantom“, das im operativen Geschäft längst nicht mehr tätig sei. Auch das sogenannte City-Management wird von der SGA nicht mehr erbracht und künftig durch die Stadt Sulzbach wahrgenommen (ausführlicher Bericht folgt). Beschlossen hat der Stadtrat auch, den Arbeitsvertrag des jetzigen KDI-Chefs, Karlheinz Christmann (62, SPD), um ein Jahr und damit bis Ende Dezember 2019 zu verlängern, da im Hallenbad, für das die KDI verantwortlich zeichnet, unter anderem noch umfangreiche Arbeiten an den Fenstern zu bewerkstelligen sind. Kontinuität im Fortgang der Sanierungsmaßnahmen, die 2017 ihren Anfang nahmen, soll durch die Vertragsverlängerung gewährleistet werden.  Im Übrigen wird der Prokurist der SGA GmbH, Dieter Heckmann, im Juni 2018 für die SPD in den Landtag wechseln, und auch bei den Stadtwerken und der KDI werden drei Führungskräfte auf Prokuristen-Ebene in absehbarer Zeit aus den städtischen Betrieben ausscheiden.


Demzufolge will die Stadtverwaltung die Führungsstrukturen in den Gesellschaften neu ordnen. Bürgermeister Adam schwebt eine personelle „Verschlankung“ vor, bei der die Stadtwerke, KDI und SGA nur noch zwei Geschäftsführer haben sollen. Der zweite Stadtwerke-Geschäftsführer heißt im Übrigen Frank Barbian, er kommt vom Mitgesellschafter Enovos. Auch soll es nur noch zwei Prokuristen für alle drei städtischen Gesellschaften geben.

Und hier noch ein kleiner Rückblick: Der Posten des KDI-Geschäftsführers, der künftig von Stadtwerke-Chef Haas wahrgenommen werden soll, wurde vor elf Jahren geschaffen. Zum 1. Oktober 2006 nahm die städtische Gesellschaft ihre Arbeit auf. In geheimer Abstimmung sprachen sich damals 21 Ratsmitglieder für und sieben gegen Karlheinz Christmann als Geschäftsführer aus. Um die KDI zum Leben zu erwecken, wurden einige Bereiche aus den Stadtwerken ausgegliedert: Bäderbetrieb, Parken, Abwasser, Wertstoffhandel und Beleuchtung.

Die Freien Wähler sahen damals keinen Sinn in der Gründung des städtischen Betriebes. Und schon gar nicht feierten sie dessen neuen Chef als Glanznummer. Mit dessen Installierung, so hieß es seitens der FW-Fraktion, sorgten CDU und SPD „für den teuersten Auszubildenden der Stadt“. Und die Zeche würden die Bürger zahlen.


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