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Neuigkeiten
22.11.2017, 17:05 Uhr
Ortstermin - Die Brücke steht oben auf der Agenda
Bericht Saarbrücker Zeitung Von Thomas Feilen
Der Sulzbach schlängelt sich durch den Salinenpark.

Sulzbach. Die Umgestaltung des Salinenparks bleibt ein Zankapfel. Daher trifft sich der Bauausschuss am kommenden Mittwoch (16 Uhr) vor Ort, um sich selbst ein Bild zu machen.

Nicht abfinden wollen sich einige Bürger mit der Neugestaltung des früheren Stadtparks. Sie bemängeln das Fehlen einer Brücke über den Bach dort. So auch Sylvia Wöffler, die ihrem Unmut in einem Leserbrief in der SZ Luft machte: „Da haben die Planer ihren Ideen freien Lauf gelassen, ohne die Bedürfnisse der Menschen, denen der Park zur Erholung dienen soll, zu berücksichtigen. Besuchern mit Kinderwagen, Rollatoren, Rollstühlen ist der Bachübergang verwehrt, aber auch für ältere, nicht mehr trittsichere Menschen ist es eine Zumutung, diese Trittsteine zu betreten.“ Diese Meinung unterstützt auch Jörg R. Kunkel, der Text und Fotos an die Redaktion schickte. Er macht sich vehement stark für „mindestens zwei Brücken“, damit „wieder gewährleistet ist, dass auch ältere und behinderte Mitbürger den gesamten(!) Park begehen können“.


Einer dieser betagten Menschen ist Helmut Veit aus Neuweiler. Das SPD-Urgestein hat sich direkt an die RAG gewendet, die die Federführung hat bei der „notwendigen und gesetzlich vorgeschriebenen ökologischen Ersatzmaßnahme für die Sanierung der Bergehalde Maybach“, wie das Unternehmen Veit in einem Brief mitteilt.

Darin heißt es weiter: „Durch die Renaturierung des Sulzbachs wurde auch der Salinenpark sowohl ökologisch als auch städtebaulich stark aufgewertet. Aus einer ehemals monotonen Betonrinne ist hier wieder ein ökologisch hochwertiger Gewässerlauf entstanden. Dieser trägt zur Steigerung der ökologischen Vielfalt und des Artenreichtums bei. Die Aufenthaltsqualität im Park hat sich erheblich verbessert, der Bach im Park ist für die Öffentlichkeit und gerade auch Kinder wieder erlebbar geworden. Hierzu tragen auch der neue Grill- und Bouleplatz bei. Insgesamt ist der Naherholungswert dadurch erheblich gesteigert worden. Und zum Schluss - aber sicherlich nicht das Unerheblichste: der dadurch entstandene Hochwasserschutz. Die Bürger der Stadt Sulzbach sind in der Vergangenheit öfter von massiven Regenereignissen betroffen gewesen. Mit der Umgestaltung des Parks wurde hier ein möglicher Retentionsraum geschaffen, der bei Hochwasser in etwa fünf Millionen Liter Wasser zusätzlich fassen kann.“

Die mehrfach vorgetragene Kritik betreffe lediglich einen Nebenweg im Park, der nur über Trittsteine zu erreichen ist. An diesen Stellen waren und sind auch keine „kleinen Holzstege“ geplant, wie die RAG weiter schreibt: „Denn eines ist klar: Jeder Holzsteg würde in einem Hochwasserereignis zu erheblichen Problemen führen und im Ergebnis den Synergieeffekt des Retentionsraumes einschränken. Dies zum einen und zum anderen müsste jede Art von „Überweg“ erst einmal wasserrechtlich von den zuständigen Behörden genehmigt werden, dann gebaut und anschließend auch aus Verkehrs- und Ordnungspflichten im Nachgang überwacht und instandgehalten werden. Um den ökologischen Ansprüchen bei dieser Maßnahme gerecht bleiben zu können, müsste ein Brückenbauwerk errichtet werden, das mindestens einen Meter höher liegt und erhebliche Kosten verursachen würde.“ All dies würde natürlich zu Kosten führen, für die die Bürger der Stadt letztendlich selber aufkommen müssten, so die Stellungnahme weiter.

Im Vorfeld des Ortstermins am Mittwoch gab es schon einen Schlagabtausch zwischen der SPD- und der CDU-Fraktion im Stadtrat. Die SPD hat nach eigener Darstellung die an sie herangebrachten Beschwerden aufgegriffen und für den nächsten Bauausschuss einen Ortstermin zur Behandlung dieses offensichtlichen Planungsfehlers beantragt. Ziel müsse es sein, mit „zwei ordentlichen Stegen ein sicheres Überqueren des Baches zu ermöglichen“. Die SPD könne sich durchaus vorstellen, in Gesprächen mit der RAG eine kostengünstige Lösung dieses Mangels zu erreichen.

Das konterte die CDU in einer Stellungnahme: „Genau diese Planungen im Park wurden in ihrer jetzigen Ausführung dem Stadtrat und einer gut besuchten Bürgerversammlung im Salzbrunnenhaus vorgestellt. Die interessierten Bürgerinnen und Bürger vor Ort fanden diese Planung gut, es gab keine Einwände, auch nicht seitens der SPD.“

Helmut Veit hat für sich eine Lösung gefunden, die er auch gegenüber der RAG erklärte: „Sollte nach der bevorstehenden Ortsbesichtigung keine Änderung/Verbesserung erreicht werden, bleibt mir der Trost, dass es in St. Ingbert einen wunderschönen Park gibt, den ich mit meiner Frau plus Rollator auf ebenem,  asphaltiertem Weg aufsuchen kann.“