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15.07.2017
Bericht Saarbrücker Zeitung von Stefan Bolander
Aufsichtsbehörde will Baugenehmigung für Sulzbacher Moschee prüfen

Es waren teils hitzige Gespräche während der Sondersitzung des Sulzbacher Bauausschusses, die wegen der in der Stadt geplanten Moschee einberufen worden war – und doch gab es am Freitagabend relativ wenige neue Erkenntnisse.

„Für uns gilt die deutsche Verfassung – hundertprozentig“. Das war vielleicht das wichtigste Statement von Burhan Yagci bei der Sondersitzung des Sulzbacher Bauausschusses. Der 31-Jährige ist Vorsitzender des Vereins Muslimische Gemeinde Saarland (MGS). Dieser hat das ehemalige Post-Gebäude in der Mitte der Stadt gekauft und möchte es zu einer Moschee umbauen. Als Eröffnung ist Laufe des kommenden Jahres anvisiert, teilte Yagci am Rande der Sitzung mit.


Als Salafisten im Sinne von gewaltbereiten Auslegern des Islam wollte er die Mitglieder der MGS nicht verstanden wissen und distanzierte sich eindeutig von Terroristen, die im Namen des Islam morden. Auch relativierte er, dass das Einzugsgebiet der geplanten Moschee den südwestdeutschen Raum einnehme. So viele Muslime würden nur zu vereinzelten Veranstaltungen, jedoch kaum zum normalen Freitagsgebet erwartet. Insofern seien also keine großen Parkprobleme zu befürchten.

Wegen der aufgeheizten Stimmung, die in den vergangenen Tagen vor allem im Internet hohe Wellen geschlagen hat, erinnerte Bürgermeister Michael Adam (CDU) die MGS daran, dass es eine „Hol- und Bringschuld“ gebe, um gegenteilige Vorurteile abzubauen. Gleichzeitig appellierte er an Burhan Yagci, transparenter vorzugehen, um den Bürgern die Ängste zu nehmen.

Dass dies offensichtlich nicht überall gelingt, machten einige Bürger deutlich. So berichtete Sigrid Weber, dass es in der Siedlung Goldene Au zwei salafistische Familien gebe, deren Frauen nur vollverschleiert vor die Tür dürften. Sogar alteingesessenen türkischen Familien laufe das zuwider. Das ehemalige Stadtrats-Mitglied Marlies Krämer (Linke) übte offene Kritik an der Zwangskleidung und am Patriarchat und bat die Verwaltung darum, im Grundbuch festzuhalten, dass kein Muezzin seine Predigt per Lautsprecher nach außen übertragen dürfe.

Als eindeutige Gegner des geplanten Moschee-Umbaus zeigten sich die Mitglieder der Freien Wähler, auf deren Antrag die Sondersitzung auch einberufen worden war. Zwar erntete Burhan Yagci Applaus von Dietmar Holzapfel und Bernd Schlachter. Doch Holzapfel mahnte, er wolle die seinerzeit erteilte Baugenehmigung – zuständige Behörde ist die Untere Bauaufsichtsbehörde (UBA) beim Regionalverband – genauestens prüfen. Sollte er förmliche oder absichtliche Fehler entdecken, werde er versuchen, den Bau zu verhindern.

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14.07.2017
Bericht Saarbrücker-Zeitung Von Matthias Zimmermann
Wie sich Muslime gegen Vorwürfe wehren
Mit diesem Video im Internet wirbt die Muslimische Gemeinde Saarland um Spenden. 600 000 Euro braucht die Organisation nach Angaben des Vorsitzenden und seines Stellvertreters für den Umbau der alten Sulzbacher Post zu einer Moschee.


Sulzbach.
Geht von Salafisten in Sulzbach eine Terrorgefahr aus? SZ-Gespräch mit Vereinsvertretern, die in Sulzbach eine Moschee planen. Von Matthias Zimmermann.
Die Muslimische Gemeinde Saarland (MGS) plant eine neue Moschee. Die soll am Sitz des Vereins in Sulzbach entstehen. Rund 600000 Euro veranschlagen die Verantwortlichen für Kauf und Umbau der alten Post, die sie bereits erstanden haben. Das Geld soll über Spenden zusammenkommen. Dafür wirbt die Gemeinschaft mit einem Video im Internet auf deutscher Sprache. Ein Imam, der in dem Beitrag ebenfalls zu sehen ist und Arabisch spricht, wird mit Untertiteln übersetzt.


In dem islamischen Zentrum sind unter anderem Gebetsräume vorgesehen, nach Geschlechtern getrennt und mit separaten Eingängen. 800 Quadratmeter Fläche auf zwei Etagen bietet der Komplex. Das Gebäude selbst steht auf einer 2000 Quadratmeter großen Fläche, die zudem Parkplätze und einen Garten umfasst. Ein Eröffnungstermin für das Gebetshaus steht nach Auskunft des MGS-Vorsitzenden Burhan Yagci noch nicht fest.

Trotzdem formiert sich bereits Widerstand gegen die Pläne. Insbesondere weil die Gemeinschaft dem Salafismus zugeordnet wird. Dieser steht nach Ansicht des Bundesverfassungsschutzes in Zusammenhang mit islamistischen Strömungen, aus denen heraus gewalttätige Aspekte hervorgehen sollen, um zu missionieren. Der Salafismus sei in Deutschland die zurzeit dynamischste Bewegung des Islam. Des Weiteren haben Salafisten nach Expertenauffassung urkonservative Religionsauffassung. Ihre Vertreter seien nicht integrationsfähig.

Der saarländische Verfassungsschutz hat ein Auge auf den Sulzbacher Verein, der nach Auskunft dessen Leiters Yagci an die 60 Mitglieder zählt, dessen Einzugsradius indes weit über die Landesgrenzen hinweg reicht. Sie sollen Jahrhunderte alte Traditionen und Riten pflegen. Sie legen den Koran, die heilige Schrift des Islam, streng nach den althergebrachten Vorgaben ihres Propheten Mohammed aus, wie die Gläubigen selbst bestätigen.

„Dass wir nicht integrationsfähig sind, stimmt einfach nicht.“ Die Muslimische Gemeinde suche den Kontakt zur Zivilgesellschaft, wie der streng gläubige Vereinschef Burhan Yagci versichert. Und übt sich darin, dies damit zu untermauern: „Wir beteiligen uns  am Dialog der Religionen. Wir sind seit vier Jahren dabei.“ Alle drei Monate kommen dazu unter anderem Katholiken, Protestanten, Vertreter des Hinduismus und eben auch Moslems zusammen. „Wir wollen gar nicht bekehren“, verteidigt Yagci, der in Deutschland geboren ist. Natürlich verteidige er seinen Glauben. „Wenn mich jemand zum Islam fragt, dann antworte ich ihm auch.“ Und genau dann folge sogleich der Vorwurf, er und andere Anhänger wollten missionieren.

„Ja, ich bin gläubig, so wie es fromme Christen und Juden sind.“ Dabei lägen diese Religionen gar nicht so weit auseinander, was beispielsweise die Lehre über das Jenseits, also das Leben nach dem Tod, betrifft. Dennoch: „Zuerst einmal bin ich Muslim“, unterstreicht Muharrem Cetinkaya (30), Stellvertreter an der Spitze der Muslimischen Gemeinde in Sulzbach. Was aber nicht bedeutet, den Kontakt zu anderen, aus seiner Sicht Nichtgläubigen, abzubrechen.

Was den Begriff Salafist betrifft, so trennen beide MGS-Repräsentanten säuberlich dessen Interpretation der westlchen Welt von der Auslegung nach dem Koran.  Yagci: „Salafismus existiert auch im Islam, aber damit ist kein Terrorismus gemeint.“ Vielmehr verstehe er darunter das Leben nach dem Vorbild Mohammeds und der ersten Generationen danach. Wie vor etwa 1400 Jahren. „In Deutschland heißt es: Salafisten wollten das Leben wie im Mittelalter. Aber ich habe mir kürzlich ein Auto und keine Kamele gekauft“, überspitzt er.  Ja, darum fühle er sich beschimpft, wenn ihn jemand hier als Salafist tituliert. Dabei sei in der arabischen Welt „Salafist nicht mit Terrorist gleichzusetzen“.

Muslimen gehe es, auch den Konservativen, um „Gerechtigkeit“, sagt Cetinkaya. Was ebenso auf das Frauenbild zutreffe. Er widerspricht der Darstellung, dass Männer ihre Frauen anhalten, sich zu verschleiern. Yagci: „Es gibt keinen Zwang im Glauben, Mohammed will Menschen zu nichts zwingen. Zwang ist verboten.“ Worauf der Vereinschef sogar den Spieß umdreht: „Ich kenne viele Männer, die in Deutschland ihre Frauen und Töchter davon abhalten, einen Schleier zu tragen, weil sie sonst auf der Straße beschimpft und angegriffen werden.“ So wie sich er und Cetinkaya für ihren typischen langen Bart als äußeres Zeichen ihrer Frömmigkeit rechtfertigen müssten. Sowie wegen ihres Verzichtes auf Schweinefleisch und ihrer Alkoholabstinenz sich mit Vorwürfen konfrontiert sehen.

Umso mehr bedrückt es ihn, dass die MGS im Visier des Verfassungsschutzes steht. „Ja, wir wissen das. Er kam direkt auf uns zu. Wir haben ständigen Kontakt“, berichtet der Vereinsvorsitzende. „Es ist ein komisches Gefühl, wie ein potenziell Krimineller beobachtet zu werden, wenn man eigentlich nur seine Frömmigkeit ausleben will.“ Dabei sei bislang kein Fall bekannt, dass ein Islamist aus dem Saarland zum IS-Kämpfer ausgebildet worden sei.

Damit würden Muslime in Deutschland in eine Verteidigungshaltung gedrängt, obwohl viele nur ihren Glauben mit Gebeten und Lebensstil ausüben wollten, ohne sich von der Gesellschaft  und hiesigen Gesetzen abzunabeln. Dazu gehöre, dass Muslime ständig aufgefordert würden, sich  öffentlich von  der selbst ernannten terroristischen Miliz Islamischer Staat (IS) zu distanzieren. Yagci: „Das wäre so, wenn ein Mann eine Frau misshandelt, und es kommt heraus, dass er ein Christ ist. Dann kommt auch keiner auf den Gedanken: Musste ja so kommen: Ist ja ein Christ.“ Für ihn und seine Glabensgemeinschaft sei klar: „Der IS, das sind Extremisten, deren Weg Mohammed nicht eingeschlagen hat. Das hat nichts mit dem Islam zu tun, was der IS macht.“ Und er fügt etwas ernüchternd hinzu: „Ich weiß nicht, wie oft ich mich davon noch distanzieren muss.“

Den MGS-Sprechern mangle es an der Auseinandersetzung mit dem Islam. „Man verlangt von uns, dass wir uns vom Terror distanzieren. Aber wer uns und die Religion kennt, weiß, dass wir das nicht müssen“, hält Burhan Yagci gegen. Um das mulimische Leben in Deutschland, im Saarland, in Sulzbach ungeschminkt vorzustellen, gebe es immer am 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) den Tag der offenen Moschee. Das will der Verein MGS mit der neuen Gebets- und Versammlungsstätte im alten Posthaus fortführen. Wer die Räume dann besucht, wer mit Muslimen spricht, „muss nicht gleich Paranoia bekommen, ich wollte ihn bekehren“,  schiebt Yagci hinterher und lacht dabei. Zudem werde in der Sulzbacher Mosche Deutsch gesprochen. Ein Simultandolmetscher übersetze die Gebete des ägyptischen Imam.
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13.07.2017
Bericht Wochenspiegel
Konzert mit „blues docs“ am 14. Juli – freier Eintritt
Regelmäßig Gast beim Sulzbacher Musiksommer: die Band „blues docs“. Foto: Veranstalter

Alle Termine zum Musiksommer unter: 
www.historische-salzhäuser.de/index.php


SULZBACH Am Freitag, 14. Juli, steht beim Sulzbacher Musiksommer das Konzert von blues docs“ auf dem Programm. Mittlerweile hat sich die Formation einen Namen in der Blues-Szene erspielt. In den letzten Jahren waren sie auch schon Gast beim Sulzbacher Musiksommer und konnten jedes Mal das Publikum mit ihrer unkonventionellen Art aufs Neue begeistern. Die außergewöhnliche Besetzung mit drei Gitarren bietet der Band die Möglichkeit, jedem Titel die eigene „blues docs“-Note zu verleihen. Los geht es um 19.30 Uhr. Der Eintritt zum Konzert im Innenhof der Historischen Salzhäuser ist frei.
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05.07.2017
Bericht Saarbrücker Zeitung von Stefan Bolander
Sulzbach / Altenwald. Der angestrebte Neubau des Netto-Marktes auf dem Marktplatz in Altenwald bleibt ein schwieriges Thema. Das zeigte sich jetzt erneut: Etwa 100 Interessierte kamen zur Bürgerversammlung ins Gasthaus Schäfer.
Die Stadt Sulzbach hatte zu der Bürgerversammlung eingeladen, um die Altenwalder auf den neuesten Stand der Planungen zu bringen. „Anhand des Zuspruchs merkt man ja, wie wichtig das Thema vor Ort ist“, führte Bürgermeister Michael Adam ein. „Zu unserer Aufgabe gehört es, die Nahversorgung zu sichern“, erklärte Clemens Dahlem. Der Diplom-Kaufmann arbeitet als Projektentwickler für das Unternehmen AP Projektentwicklung. Er ließ kurz Revue passieren, dass man bereits seit mehreren Jahren bestrebt sei, den Markt hier zu bauen. Vonseiten Netto sei nun ein Vertrag mit 15 Jahren Laufzeit sichergestellt.

Zu den derzeit laufenden Grundlagenermittlungen zählten die Grundstückssicherungen, das Erfüllen von Auflagen der Unteren Bauaufsicht und die Anlage eines Bebauungsplanes. Zufahrten und Parkplätze müssten neu angelegt werden. Zudem sicherte er wieder zu, dass man der Betreiberin des Imbiss auf dem Marktplatz ein Angebot unterbreite, das Geschäft in den Markt zu integrieren. Voraussichtlich im Herbst sollen die Arbeiten beginnen. Derzeit plane man die Eröffnung im April oder Mai kommenden Jahres.

Da bereits kommuniziert wurde, dass vor Weihnachten offen sei, folgte lautes und hörbar unzufriedenes Gemurmel. „Das ist dem Planungsrecht geschuldet“, erklärte Clemens Dahlem. „Der Bebauungsplan ist zwingend notwendig“, erläuterte Dietmar Schaadt, Abteilungsleiter für Bauleitplanung bei der Firma Firu mbH aus Kaiserslautern. Die notwendigen Stellungnahmen seien voraussichtlich bis August fertig, die wesentlichen Kritikpunkte würden sich darin wiederfinden. Eine Erschließungsstraße werde gebaut, die von hinter der Kirche an die Sulzbachtalstraße führt. Dort sollen in der Nähe des Kindergartens Kurzzeitparkplätze entstehen.

Bauamtsleiter Steffen Banuat fügte hinzu, dass der Kreisel Richtung Friedrichsthal bleiben werde. Der Kreisel Richtung Schnappach werde zukünftig gleichzeitig die Einfahrt in den Marktbereich bilden. Zulieferer werden diese zwischen 10 und 22 Uhr nutzen, auf dem Gelände wenden und dort auch wieder herausfahren. Das Gebäude zur Straße hin, links vom Markt, werde abgerissen.

Die Stadt hat zudem ein weiteres Gebäude hinter dem geplanten Neubau erworben, das eventuell ebenfalls teilweise weichen werde. Der derzeitige Treppenweg werde um etwa zwei Meter Richtung Gasthaus Schäfer verlegt.

Das sei für die Dorfinteressengemeinschaft ein harter Einschnitt, entgegnete ein Bürger. Denn dadurch könne man die Bühne bei Festen nicht mehr aufstellen. Da müsse man in der Tat nach einer Lösung suchen, stimmte Banuat zu, doch generell bleibe nach den Umbaumaßnahmen mehr Platz. Zudem wurde mitgeteilt, dass das ehemalige Kino-Gebäude demnächst abgerissen werde, so dass auf dem dortigen Hinterhof Parkplätze für Anwohner entstünden.

Der Netto-Parkplatz werde übrigens vorerst keine Schranke haben, sagte Dietmar Schaadt. Falls dort jedoch zu viele Dauerparker den Platz blockierten oder es zu hoher Lärmbelästigung komme, werde man dies nochmals überprüfen.
Zum Thema Kirmes-Nutzung erklärte Bürgermeister Adam nochmals, weswegen diese in diesem Jahr ausgefallen sei – es hagelte schlicht Absagen (die SZ berichtete). Zu künftiger Nutzung des Platzes für solche Festivitäten fügte er noch an, dass die Stadt Verhandlungen mit den beiden Partnern führen würde. Der darauf folgende große Applaus führte Schaadt zur Feststellung: „Die Botschaft ist angekommen.“
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05.07.2017
Auf den Spuren von Robin Hood durch die Ferien

Sulzbach.  Die Stadt Sulzbach bietet in diesem Jahr wieder ein Ferienprogramm für Kinder an. Rund um die Salzbrunnenhäuser, den Salinenpark und im Wald finden in den letzten Ferienwochen vom 31. Juli bis 10. August an neun Tagen verschiedene Aktionen für Kinder bis zwölf Jahren statt. Das diesjährige Motto ist „Auf den Spuren Robin Hoods“. Passend zum Ferienstart gab es eine Auftaktveranstaltung mit Gesang der Violinis und mit dem Zauberer Robin Gaube im Innenhof der Salzhäuser.

Rund 30 Kinder fanden gemeinsam mit ihren Eltern den Weg zu den Salzhäusern und erfreuten sich am bunten Programm. Der 9-jährige Luca Stern aus Sulzbach kam  mit seiner Mama zur Auftaktveranstaltung. „Leider kann ich dieses Jahr nicht beim Ferienprogramm dabei sein, weil wir in Urlaub sind“, bedauert Luca. „Letztes Jahr war ich dabei und nächstes Jahr komme ich auch wieder. Am meisten hat mir letztes Mal der Ausflug zur Burg gefallen“, so der 9-Jährige begeistert.

Laut Organisatorin Renate Schiel-Kallenbrunnen von der Volkshochschule nehmen jedes Jahr 30 bis 35 Kinder am Ferienprogramm teil. „In den letzten Ferienwochen können die Kinder von 11 bis 17 Uhr kostenlos an dem Programm teilnehmen und auf den Spuren von Robin Hood viel erleben.“

So können die Teilnehmer am Kinderferienprogramm zeittypische Gewänder herstellen, Accessoires wie Hüte, Köcher oder Bogen fertigen, Backen und Kochen sowie an sportlichen Wettkämpfen teilnehmen. Am letzten Tag wird ein Theaterstück aufgeführt, in das alles Erlebte einfließt.
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03.07.2017
Volles Haus und besondere Momente: strahlender Festakt zur Fritz-Zolnhofer-Preisverleihung an Peter Diersch

SULZBACH: Im vergangenem Monat lag im Salzbrunnenhaus VIP-Atmosphäre in der Luft. Das lag nicht allein am Karma des diesjährigen Fritz-Zolnhofer-Preisträgers Peter Diersch, der nämlich durch seine Fotografenkarriere auf Prominente wie Sascha Hehn oder Gina Lollobrigida gestoßen war, sondern am besonderen Anlass. Als erster „Sohn der Stadt“ wurde dem MFIAB-Meisterfotografen Diersch in einer würdigen Feierstunde offiziell der renommierte „Fritz-Zolnhofer-Preis“ verliehen. Bürgermeister Michael Adam informierte in seiner Begrüßung über die Gepflogenheiten der Richtlinien des Kulturpreises und bedankte sich bei der Fachjury, die um die schwere Aufgabe bemüht gewesen sei, einen Preisträger zu finden, so Adam.  Weiter lobte der Bürgermeister Diersch’s  Engagement als Fotograf für die Stadt. Er sei bei zahlreichen Veranstaltungen wie das „blaufarbene“ Sofa, Chansonpreis, Salinenfest oder auch bei Auftritten der KIS-Künstlergemeinschaft für die Stadt ein wichtiger Wegbegleiter. Im Salzbrunnenhaus präsentierte der Preisträger seine prämierten Fotografien auf Leinwand. Musikalisch ging es ebenfalls professionell her: Astrid Frantz und Gitarrist  Jens Gebhardt zeigten großartige stimm- und musikgewaltige Bühnenpräsens und Monsieur Chanson Wolfgang Winkler präsentierte ein extra für den Anlass komponiertes Chanson für seinen Freund, „De Peter“.  Der neue Sponsor Andreas Baron vom gleichnamigen Busunternehmen begründete in seinem Grußwort das Interesse seines Unternehmens an der Unterstützung des Preises. „Ein solcher Kunstpreis ist bedeutungsvoll. Die Motive von Diersch haben mich beeindruckt“,  so Baron. Laudatorin Anne Allenbach unterzog in ihrer kunsthistorischen Betrachtung den Namensgeber des Preises und den Preisträger einer gemeinsamen Werkschau. Sie stellte heraus, dass beide Künstler auf ihre Art Avantgardisten seien. „Zolnhofer war Mitglied der Pfälzer Sezession, entwickelte eigene Stilmittel, bediente sich an der Palette der aufbrechenden neuen Möglichkeiten im Spannungsfeld von Impressionismus, Expressionismus, Realimus und Symbolismus. Und blieb sich treu“, so Allenbach. Auch Diersch sei sich treu geblieben, stünde er doch ebenfalls als Fotokünstler im Spannungsfeld der epochalen Ambivalenzen der Gegenwart im Zeitalter der Gleichzeitigkeit. „Auch er ist mittendrin in einem stilistischen Umbruch, auch er bleibt sich treu und bedient sich klug am Buffet der digitalen Möglichkeiten“, so die Kunsthistorikerin. Unter den Gästen waren viele Weggefährten und Freunde des Meisterfotografen. Peter Diersch war sichtlich glücklich über diese Entscheidung der Jury: „Hohe Auszeichnungen im fotografischen Bereich habe ich schon sehr viele erhalten. Aber diese Auszeichnung heute Abend, der Fritz Zolnhofer Preis der Stadt Sulzbach – „meiner Stadt“ bedeutet mir sehr viel“, so Diersch bewegt.
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03.07.2017
Bericht Saarbrücker-Zeitung Von: Petra Pabst
Sulzbach. Der Abschluss der Sanierungsarbeiten in Vopeliusbad und Sporthalle Mellin wurde am Samstag offiziell begangen.

 „Heute ist ein besonderer Tag für die Stadt Sulzbach, der in die Sulzbacher Geschichtsbücher eingehen wird. In einigen Jahren werden Sie sich daran erinnern, wie wir heute nach einer lang andauernden Renovierungsphase unseren Bürgerinnen und Bürgern „ihr“ Bad wieder zurückgeben konnten,“ verkündete Bürgermeister Michael Adam am vergangenen Samstag feierlich bei seiner Begrüßungsansprache während der offiziellen Wiedereröffnung des Sulzbacher Hallenbades und der Sporthalle Mellin. „Allerdings muss ich Sie enttäuschen, wenn Sie in der Hoffnung gekommen sind, mich oder Innenminister Klaus Bouillon in Badehosen anzutreffen,“ scherzte er.

Dass es an diesem Tag regnete, fand Adam sehr passend: „Es ist das perfekte Wetter, um ein Hallenbad und eine Sporthalle in Dienst zu stellen.“

Zahlreiche Sportbegeisterte und Kinder sowie Vertreter von Vereinen, Institutionen und Politik waren der Einladung Adams gefolgt und drängten sich nun im Vorraum zwischen Hallenbad und Sporthalle. „Während viele Kommunen darüber nachdenken müssen, ihre Bäder zu schließen oder sie bereits geschlossen haben, haben wir es  trotz Widerständen geschafft, unser Bad zu erhalten und zukunftsfähig zu machen“, freute sich der Verwaltungschef und dankte an dieser Stelle vor allem den Entscheidungsträgern und den Zuschussgebern in  Bund und Land sowie dem Architekturbüro Schaus und Decker für die hervorragende Zusammenarbeit.

Die Investitionen in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro waren nur durch Förderungen in Höhe von ca. 1,8 Millionen Euro möglich. Der Vertreter des Innenministeriums und Leiter des Referats Sport, Dr. Mark Oliver Dillinger, überreichte dem Bürgermeister nach seinem Grußwort einen Förderbescheid in Höhe von 1,043 Millionen Euro. „Ihr Bürgermeister hat unseren Innenminister dazu gebracht, sich eine Drehtüre in sein Büro einzubauen, da er so häufig mit Förderanträgen bei ihm vorstellig wird,“ flachste er dabei. Das Bad wurde schlussendlich umbenannt und aus dem früheren „Vopeliusbad“ wurde nun das „Sportzentrum Mellin“. „Mit dieser Umbenennung wollen wir das „alte Schwimmbad“ verabschieden und mit einem neu renovierten und modernen Hallenbad und Sportzentrum in die Zukunft starten“, erklärte der Geschäfsführer der Kommunalen Dienstleistungs-GmbH (KDI),  Kalle Christmann. „Unser Innenminister hat ein Herz für die Sulzbacher gezeigt, dafür bin ich ihm besonders dankbar“,  betonte er.

Ein ganzes Jahr lang haben die Sanierungsarbeiten im Sportzentrum  gedauert. Die DLRG-Ortsgruppe Sulzbach dokumentierte dies in einer  Broschüre mit vielen Fotos, die neben vielen anderen Informationen für die Gäste zum Mitnehmen bereitlag. Die Ortsgruppe nutzte die Feierstunde zudem für eine Reihe von Ehrungen langjähriger Mitglieder. Auch der Kneipp-Verein informierte über seine Angebote. Der Ortsverband des THW und das Bistro „Relax“ sorgten für das leibliche Wohl. Aufgelockert wurde die Eröffnungsfeier durch fröhliche musikalische Beiträge von Kindern aus Sulzbacher Kitas unter der Leitung von Stefanie Bungart-Wickert, bevor sich alle (nach dem symbolischen Durchschneiden eines Absperrbandes)  schließlich bei freiem Eintritt in die Badekleider und in die Schwimmbecken stürzen durften.

In der Sporthalle nebenan wurden den Gästen, die trocken bleiben wollten, beim „Tag des Sports“ zur Unterhaltung zahlreiche Workshops und Vorführungen geboten, oder sie konnten sich an der Foto-Ausstellung von Hobby-Archivar Werner Klee anhand historischer Exponate über ihre Stadt und das Sportzentrum in den letzten 150 Jahren informieren.
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01.07.2017
Bernd Rose
Mit ihm verlieren wir einen bemerkenswerten Menschen.
Einen engagierten Kommunalpolitiker und großartigen Freund
Er prägte über Viele Jahrzehnte die CDU in der Stadt.
Er war Langjähriger Vorsitzender und Ehrenvorsitzender
des CDU Stadtverbandes Sulzbach und des
CDU Ortsverbandes Altenwald Schnappach
Durch sein großes Engagement gestaltete er die Zukunft
der Stadt positiv mit.

Wir werden sein Andenken in Ehren halten.

Der CDU Stadtverband und seine Vorsitzenden

CDU Stadtverband        CDU Altenwald-Schnappach
Michael Adam                Jürgen Haas

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01.07.2017
Sulzbach. Am kommenden Montag, 3. Juli, beginnen pünktlich mit den Sommerschulferien die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Rathausvorplatzes in der Sulzbachtalstraße (L 125). Die Dauer der Bauarbeiten beträgt voraussichtlich neun Wochen. Das meldet offiziell die Stadtpressestelle.

Am kommenden  Montag, 3. Juli, beginnen pünktlich mit den Sommerschulferien die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Rathausvorplatzes in der Sulzbachtalstraße (L 125). Die Dauer der Bauarbeiten beträgt voraussichtlich neun Wochen. Das meldet offiziell die Stadtpressestelle.

Von der Straße Auf der Schmelz bis zum Schnappacher Weg wird in der Sulzbachtalstraße eine Einbahnregelung in Richtung Altenwald angeordnet. Eine Einbahnregelung gibt es auch in der Mühlenstraße in Richtung Stadtmitte. Hier gilt zudem beiderseitiges Halteverbot, um die Durchfahrt der Feuerwehdrehleiter zu gewährleisten, so die Angaben weiter. Auch für die Straße In der Hohl gilt eine Einbahnregelung und zwar in Richtung Friedhof.

Die Gutenbergstraße wird eine Sackgasse. Es gibt keine Aus- und Zufahrt in die Sulzbachtalstraße. Der Verkehr Richtung Saarbrücken wird bereits ab Altenwald über der Grubenstraße und Grühlingstraße umgeleitet.Die Arbeiten werden also erst nach Wiederbeginn der Schule beendet sein.

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27.06.2017
Bericht Wochenspiegel
Start der Hochbaumaßnahmen für neues Polizei-Trainingszentrum in Göttelborn
Minister Klaus Bouillon führte im Bagger den ersten Anstich für das neue Polizei-Trainingszentrum durch. Mit dabei waren die beiden Geschäftsführer der SHS Strukturholding Saar GmbH, Bernd Therre  und Thomas Schuck, die Leiterin der Fachhochschule Corinna Miller, OBG Heut Wedig, und der stellvertretende Landespolizeipräsident Hugo Müller.

GÖTTELBORN
Bauminister Klaus Bouillon hat den offiziellen Startschuss für das Einsatztrainingszentrum (ETZ) der Polizei gegeben. Gemeinsam mit Vertretern der Fachhochschule für Verwaltung, der saarländischen Polizei und der Strukturholding Saar, der Bauherrin des Projektes, besuchte der Minister die Baustelle auf dem Campus Göttelborn. In unmittelbarer Nähe der Fachhochschule für Verwaltung wird hier bis Herbst 2018 das neue ETZ entstehen. Mit der Fertigstellung der Maßnahme wird im August 2018 gerechnet, im Oktober 2018 kann dann der Betrieb beginnen. Ziel der neuen Einrichtung ist es, praktische und realitätsnahe Übungen zu ermöglichen, um insbesondere in stressbelasteten Hochrisikolagen ein professionelles polizeiliches Handeln zu gewährleisten. „Das neue ETZ ist ein Quantensprung für die Aus- und Fortbildung der saarländischen Polizei“, sagte Minister Bouillon beim Baustellen-Besuch.

Das ETZ entsteht durch den Teilneubau des Gebäudes der ehemaligen Rohkohleveredlung auf dem Campus Göttelborn. Es werden nach den vorliegenden Plänensechs Stockwerke mit einer Grundfläche von etwa 2 000 Quadratmetern zur Verfügung stehen

neben einem Multifunktionsbereich und Schulungsräumen vielfältige, moderne Übungsbereiche eingerichtet., die ein zeitgemäßes, integriertes und professionelles Einsatztraining ermöglichen.„Mit der Bündelung der Standorte und der Ausbildungsformen wird das Training für unsere Polizistinnen und Polizisten effektiver und entspricht den aktuellen Anforderungen an unsere Sicherheitskräfte“, erklärte Minister Bouillon.

Schwerpunkte des Trainings sind vor allem Abwehr- und Zugriffstechniken, Schussübungen sowie die Bewältigung unterschiedlicher und wechselnder Einsatzszenarien. Mit diesen Möglichkeiten des neuen ETZ sind diverse Umgebungen realistisch abgebildet und damit vergleichbar mit anderen ETZ-Standorten deutschlandweit (bspw. Wittlich-Wengerohr in Rheinland-Pfalz oder Dortmund in Nordrhein-Westfalen). Das neue ETZ ist das erste seiner Art im Saarland. Die Bau- und Ausstattungskosten betragen rund sechs Millionen Euro, im Herbst 2018 soll der Betrieb der Einrichtung beginnen.
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